SCHIEDSPERSON GEWÄHLT

Super-Schiri Markus Häcker bleibt Warens Ober-Schlichter

Die Warener Stadtvertreter haben drei Bürger als Schiedspersonen gewählt. Dabei bekam das alte Team erneut Rückendeckung und Vertrauen für fünf weitere Jahre. Vorsitzender ist einer, der schon in der Fußball-Champions-League für Ordnung gesorgt hat.
Markus Häcker wurde erneut als vorsitzende Schiedsperson gewählt.
Markus Häcker wurde erneut als vorsitzende Schiedsperson gewählt. Ingmar Nehls
In geheimer Wahl haben die Warener Stadtvertreter drei Schiedspersonen gewählt.
In geheimer Wahl haben die Warener Stadtvertreter drei Schiedspersonen gewählt. Ingmar Nehls
Diplompsychologin Andrea Föhring
Diplompsychologin Andrea Föhring Andreas Mueller
Waren.

Egal ob Jürgen Klopp oder Pep Guardiola – wenn Markus Häcker mit Pfeife oder Fahne auf dem Fußballplatz unterwegs war, hörten auch die großen Fußball-Trainer und -Spieler auf die Ansagen des Mecklenburgers. Warens Super-Schiri ist seit fünf Jahren auch Schiedsperson in seiner Heimatstadt und schlichtet Streit zwischen Bürgern.

Dabei hatte der Vermessungsingenieur die Diplompsychologin Andrea Föhring und den Buchhalter und Sachkundigen Einwohner des Finanzausschusses, Norbert Dahlheim, als Stellvertreter an seiner Seite. „Wir sind ein eingespieltes Team und würden diese ehrenamtliche Aufgabe gern gemeinsam fortsetzen“, warb Markus Häcker jetzt bei der Stadtvertretersitzung. Denn nach fünf Jahren mussten die drei Schiedspersonen von den Stadtvertretern neu gewählt werden.

Auf den Aufruf im Internet und im Warener Wochenblatt hatte sich auch Martina Riedel beworben. Dass es mehr Bewerber als ehrenamtliche Stellen gab, freute und ärgerte die Stadtpolitiker. Denn einerseits gab es so eine echte Wahl, und andererseits musste einer der Freiwilligen vertröstet werden. Am Ende bekam Markus Häcker 25 Stimmen, Andrea Föhring 20, Norbert Dahlheim 17 und Martina Riedel 13 Stimmen. Damit ist das alte Team auch das neue.

Juristische Ausbildung wird nicht vorausgesetzt

In den zurückliegenden fünf Jahren habe man 23 Fälle bearbeitet und eine Vergleichsquote von 80 Prozent erreicht. „Das liegt deutlich über dem Bundesdurchschnitt von 50 Prozent. Vielleicht liegt es auch an der norddeutschen Mentalität“, sagte Markus Häcker bescheiden und warb für das Schlichtungsverfahren, das schneller und kostengünstiger ist als ein Gerichtsverfahren.

In Mecklenburg-Vorpommern ist unter anderem für Nachbarschaftsstreitigkeiten vorgeschrieben, dass zunächst eine Streitschlichtung vor der Schiedsstelle zu versuchen ist, bevor ein Rechtsstreit am Gericht geführt wird. Auch im Strafrecht wird die Schiedsstelle im Sühneverfahren vor der Privatklage tätig.

Das Schiedsverfahren kann daher in vielen Fällen und Rechtsgebieten helfen, ein gerichtliches Verfahren und eine Eskalation von Streitigkeiten zu vermeiden. Die Schiedspersonen werden vom Direktor des Amtsgerichts bestätigt. Eine juristische Ausbildung wird dabei allerdings nicht vorausgesetzt.

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