CORONA-MAßNAHME FÜR SCHÜLER UND LEHRER

Teil-Quarantäne an Warener Berufsschule

Am Beruflichen Bildungszentrum in Waren, dem RBB, gab es einen positiven Corona-Fall. Insgesamt 136 Schüler und drei Lehrer wurden nun in die Quarantäne geschickt. Das Lernen aber geht trotzdem weiter. Darauf hat sich die Schule vorbereitet.
Birgit Köpnick, Oliver Kracht und Mathias Johanns vom Beruflichen Bildungszentrum Müritz haben sich intensiv mit den
Birgit Köpnick, Oliver Kracht und Mathias Johanns vom Beruflichen Bildungszentrum Müritz haben sich intensiv mit den Möglichkeiten neuer Techniken im Schulalltag beschäftigt. So können sie Schüler auch in der Quarantäne optimal betreuen. Nadine Schuldt
Waren.

Am Regionalen Beruflichen Bildungszentrum (RBB) in Waren trat seit März nun der erste positive Corona-Fall auf. Das bestätigte die Schulleiterin Birgit Köpnick. In Abstimmung mit dem kreislichen Gesundheitsamt sei im RBB entschieden worden, fünf Klassen am Dienstag sowie eine Klasse am Mittwoch in Quarantäne zu setzen. Laut Köpnick sind davon am Standort in Waren sowie in der Außenstelle in Malchin insgesamt 136 Schüler von insgesamt rund 1400 Lernenden betroffen. Außerdem wurden drei Lehrkräfte in Quarantäne geschickt, sagte Kreis-Sprecherin Tilla Steinbach. Die Person, bei der sich der Verdacht auf das Virus bestätigte, war nicht im Unterricht, sagte die Schulleiterin. Dass trotzdem insgesamt sechs Klassen für die nächsten zwei Wochen nun dem Berufsschulgelände fernbleiben, sei eine reine Vorsichtsmaßnahme, betonte Köpnick. Sie sei vorsorglich getroffen worden.

Der Fall reiht sich in die Corona-Ereignisse und Quarantäne-Maßnahmen in der Müritzregion ein, mit denen sich jüngst auch die Warener Käthe-Kollwitz-Grundschule und die Malchower Fleesenseeschule zu beschäftigen hatten.

Günstige Bedingungen und Vorbereitung helfen

Vierzehn Tage werden die knapp 140 Azubis und Eleven dem Unterricht an der Berufsschule nun fernbleiben. Auf Situationen wie diese hat sich die Schule frühzeitig eingestellt. Das Lernen geht für diese Schüler nun digital weiter. Die gesamte Schule an einem oder gar beiden Standorten müsse deswegen nicht geschlossen werden, sagte die Schulleiterin gegenüber dem Nordkurier. Für die meisten, die am RBB eine Ausbildung absolvieren oder aber das Fachgymnasium besuchen, spielt sich der Unterricht trotzdem weiterhin auf dem Schulgelände ab. „Wir haben gute Bedingungen, weil wir breite Fensterfronten und große belüftbare Räume und Flure haben“, gab Köpnick einen Einblick ins schuleigene Hygienekonzept.

Kleinere Lehrerzimmer

Zu diesem gehört es auch, dass Lehrer Pausen- und Vorbereitungszeiten nicht mehr unisono in einem großen Lehrerzimmer verbringen, sondern kleinere Grüppchen gebildet wurden. So wurden laut Birgit Köpnick an beiden RBB-Standorten fünf zusätzliche Lehrerzimmer etabliert, die von kleineren Pädagogen-Grüppchen genutzt werden. Dass sich nach ihren Aussagen derzeit drei Prozent des Lehrkörpers ebenfalls in Corona-Quarantäne befinden, hänge mit dieser Hygieneregel zusammen. Wäre dieses Konzept nicht vorhanden, müsste sicherlich im Fall eines Falles mit noch größeren quarantänebedingten Ausfällen gerechnet werden.

Digitaler Unterricht auch für Schüler aus der Corona-Risikogruppe

Für die Zusammenarbeit mit dem Kreis fand Köpnick lobende Worte. „Es war eine schnelle, ganz sichere Absprache“, lobte die Schulleiterin. Der Unterricht für die Schüler, die nun zu Hause bleiben, laufe nun problemlos über digitale Kanäle weiter. Dabei arbeiteten die Lernenden Arbeitsaufträge und Lernsituationen ab. Die Inhalte werden unter anderem auf der Lernplattform „haleo“ sowie einer Schul-Cloud zur Verfügung gestellt. Hinzu kommen die Nutzung eines Videokonferenztools sowie „digitale Werkstätten“ wie zum Beispiel eine Lehrküche und Erklärvideos. So überbrücke man nicht nur die individuelle Quarantäne, sondern beschule seit jeher auch Schüler, die zu Corona-Risikogruppe gehören.

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