KUNSTRETTUNG

Teilbergung von DDR-Wandbild in Malchow gelungen

20 Quadratmeter des 20-Meter-Kunstwerks aus dem einstigen Teppichwerk sind gesichert. Was damit nun werden soll, muss die Stadt allerdings noch klären.
dpa
Im ehemaligen Teppichwerk wird ein Teil des etwa 20 Meter langen DDR-Wandbildes von den Restauratoren Hans-Henning Bär (l
Im ehemaligen Teppichwerk wird ein Teil des etwa 20 Meter langen DDR-Wandbildes von den Restauratoren Hans-Henning Bär (links) und Toni Koch gesichert und abgenommen. Bernd Wüstneck
Malchow.

Die komplizierte Sicherung von Teilen eines großen DDR-Wandbildes in Malchow ist abgeschlossen. „Wir haben etwa 20 Quadratmeter des Bildes in 18 Teilen abgenommen und verpackt“, sagte Restauratorin Bettina Strauß am Dienstag nach etwa zwei Wochen Bergung.

Die Inselstadt Malchow will nun klären, wie sie mit dem Bildteil – der etwa ein Viertel des Großbildes ausmacht – umgeht. Das Stück soll an die lange Tuchmacher- und Webertradition der Kleinstadt erinnern. Das etwa 20 Meter lange Kunstwerk war 1983 für den Versorgungstrakt des einstigen Teppichwerkes Malchow entstanden, das bis 1990 mit rund 800 Beschäftigten der größte Arbeitgeber der Region war.

Kunstwerk 25 Jahre in Vergessenheit

Das facettenreiche Bild stammt von den Künstlern Falko Behrendt, Otto Sander Tischbein und Andreas Homberg. Es war nach der Schließung des Werkes mehr als 25 Jahre in Vergessenheit geraten. Nun soll der Küchentrakt abgerissen werden.

Der Eigentümer, eine Handelskette, will sein Großlager erweitern und trägt die Bergungskosten. Vom Gesamtbild wurde zudem eine hochwertige Fotoaufnahme angefertigt.

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