GEFFÜGELPEST AUSGEBROCHEN

Tierhalter aufgepasst! Landkreis ruft Sperrbezirk aus

35 Tiere müssen in Wredenhagen wegen Vogelgrippe getötet werden. Geflügelhalter in der Nähe sind nun verpflichtet, ihre Tiere im Stall halten.
Rund um Wredenhagen gilt jetzt wegen der Vogelgrippe ein Sperrbezirk.
Rund um Wredenhagen gilt jetzt wegen der Vogelgrippe ein Sperrbezirk. Stefan Sauer
Wredenhagen ·

In einem Betrieb in Wredenhagen im Amtsbereich Röbel-Müritz ist die Geflügelpest ausgebrochen. Das teilte der Landkreis Mecklenburgische Seenplatte am Dienstagabend mit. Nach der Diagnose Vogelgrippe (H5N8) in dem Bestand müssten nun etwa 30 Hühner und 5 Gänse getötet werden. Außerdem hat der Landkreis Maßnahmen zur Bekämpfung der Tierseuche eingeleitet. Dazu gehört es, dass ein Sperrbezirk von 3 Kilometern und ein Beobachtungsgebiet von 10 Kilometern um den Ausbruchsbetrieb festgesetzt wird, hieß es.

Stallpflicht für andere Betriebe und Tierhalter

Diese Maßnahme wurde umgehend vom Veterinäramt des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte umgesetzt. Das hat weitreichend Konsequenzen für Tierhalter: Geflügel, Fleisch und Eier dürfen nicht in sowie aus den Restriktionsgebieten gebracht werden. In dem Sperrbezirk befinden sich nach Angaben des Kreises 99 weitere Geflügelhaltungen mit einem Bestand von insgesamt rund 47 500 Tieren. Im Beobachtungsgebiet sind 410 Betriebe betroffen mit insgesamt etwa 550 000 Tieren. Alle müssen jetzt aufgestallt werden und die Betriebe sowie die Kleinsthalter müssen strenge Hygieneauflagen umsetzen, machte Landkreissprecherin Tilla Steinbach deutlich.

Ursachenforschung läuft

Auf der Internetseite des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte ist die entsprechende Allgemeinverfügung bekannt gemacht worden. Im Geodatenportal sind auf einer interaktiven Landkarte die aktuellen Sperrgebiete und weitere Informationen zu Seuchen abrufbar. Zum Geoportal gelangen die Nutzer unter anderem über die Internetseite www.lk-mecklenburgische-seenplatte.de.

Neben den Sperrmaßnahmen werden auch epidemiologische Ermittlungen durchgeführt, um die Ursache sowie weitere Kontaktbetriebe festzustellen. Auslöser könnten beispielsweise rastende Zugvögel sein. In den vergangenen Wochen gab es im Landkreis bereits Fälle von Geflügelpest. So mussten beispielsweise in einer Legehennenanlage in Krümmel bei Mirow tausende Tiere getötet werden.

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