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Todesursache im Fall Sarah H. noch offen

Das rot-weiße Flatterband vorm Horrorhaus in Alt Rehse ist ab. Die Ermittlungen zu dem Leichenfund hingegen sind längst nicht abgeschlossen.
Das rot-weiße Flatterband vorm Horrorhaus in Alt Rehse ist ab. Die Ermittlungen zu dem Leichenfund hingegen sind längst nicht abgeschlossen.
Carina Göls

Die polizeiliche Absperrung vor dem Horrorhaus in Alt Rehse ist weg. Galt das Areal gerade noch als sichtbar in den Händen der Polizei, sieht es dort nun wieder aus wie vor dem Leichenfund. Doch der Schein trügt.

Könnte Sarah H. noch leben? Diese Frage stellt man sich immer drängender in Alt Rehse. Denn nach wie vor ist unklar, ob einem ihr vermeintlich zugewiesenen gesetzlichen Betreuer hätte auffallen müssen, dass die 32-Jährige nicht mehr lebt. „Wir können uns in keiner Weise zu dem Fall äußern, solange die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft laufen“, sagte Kreissprecherin Haidrun Pergande, die dennoch davon wissen muss, wenn es einen Betreuer gibt, unter Berufung auf den Datenschutz. Und die Staatsanwaltschaft: „Wir ermitteln nicht gegen die Tote, sondern gegen den Tatverdächtigen. Daher machen wir keine persönlichen Angaben zu dem Opfer“, sagte Oberstaatsanwalt Gerd Zeisler am Donnerstag.

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Unterdessen ist das Absperrband um das Horrorhaus abgenommen. Dabei hatten Beamte es noch zu Wochenbeginn erneuert, weil es zerrissen war. Sind die Ermittler fertig in Alt Rehse? Mitnichten. Laut Zeisler hätte das Band „nur äußere Funktion“ gehabt. Es habe der Sicherheit bei den ersten kriminaltechnischen Untersuchungen gedient. Die Kriminaltechniker hätten ihre Arbeit aber jetzt abgeschlossen und das Band entfernt. Zeisler warnte dennoch davor, das Grundstück, an dem vor neun Tagen die stark verweste Leiche von Sarah H. gefunden worden war, zu betreten. „Das wäre Hausfriedensbruch.“

Die Ermittlungen seien noch nicht abgeschlossen. Allerdings wollte Zeisler sich nicht dazu äußern, wie und wann man nun herausfinden werde, unter welchen Umständen die Frau gestorben war und wie lange sie in dem Haus gelegen hatte. Der „dringend Tatverdächtige“ 51-jährige Hausbesitzer, bei dem Sarah H. lebte, werde erneut vernommen. Er sitzt weiter in U-Haft.

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