Gas-Unfall oder Ehe-Mord?

Tote aus Priborn wird obduziert – Verdächtiger Ehemann noch nicht befragt

Im Fall der Gasverpuffung in Priborn bei Röbel gibt es neue Erkenntnisse. Ermittler sicherten im Haus Spuren. Am Tag danach wird die Leiche der Frau obduziert.
Der Tatort in der Priborner Dorfstraße ist weiterhin von der Polizei beschlagnahmt.
Der Tatort in der Priborner Dorfstraße ist weiterhin von der Polizei beschlagnahmt. Miriam Brümmer
Bürgermeisterin und Einwohner zeigten sich geschockt über den Vorfall am Nikolaustag.
Bürgermeisterin und Einwohner zeigten sich geschockt über den Vorfall am Nikolaustag. Miriam Brümmer
Priborn

Einen Tag nach dem Fund einer toten Frau in einem Wohnhaus in Priborn sollen Rechtsmediziner die genaue Todesursache klären. Der Leichnam wird am Dienstag obduziert.

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Der Ehemann der toten Frau, der sich nach einer Verpuffung selbst aus dem Haus bringen konnte, steht mittlerweile unter Mordverdacht. Das teilte Nicole Buchfink vom Neubrandenburger Polizeipräsidium mit.

Obduktion soll Klarheit über Todeszeitpunkt bringen

Anderen Medienberichten zufolge soll die Frau bereits vor der eigentlichen Gasexplosion tot gewesen sein. Das ist bislang nicht bestätigt. Die Obduktion soll nun klären, wann genau der Todeszeitpunkt war und wie die Frau verstarb.

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Der Ehemann konnte zum Geschehen noch nicht befragt werden. Er wurde am Montag in Polizeibegleitung wegen seiner schweren Brandverletzungen mit einem Hubschrauber in eine Berliner Spezialklinik gebracht.

Leblose Frau wurde nicht auf dem Dachboden gefunden

Noch am Montag berichteten Medien, dass die tote Frau auf dem Dachboden des Einfamilienhauses in der Dorfstraße gefunden wurde. Das stimme definitiv nicht, dementierte am Dienstag Polizeisprecherin Buchfink. Die Frau wurde im Schlafzimmer im Dachgeschoss des Hauses gefunden. Bei den Ermittlungsbehörden werden derzeit weitere Spuren ausgewertet.

Durch die Gasverpuffung war mindestens ein Fenster in dem Einfamilienhaus aus der Verankerung gerissen worden. Zu einem offenen Brand war es aber nicht gekommen. Der Tatort sei weiterhin beschlagnahmt, sagte die Sprecherin. Weitere Einzelheiten, auch zu einem möglichen Motiv, seien noch nicht bekannt.

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