FAHNDUNG NACH WILDERER

Toter Hirsch nach Unfall enthauptet

In einem ungewöhnlichen Fall von Wilderei ermittelt die Polizei in Röbel. Ein verendeter Hirsch wurde geköpft – nachdem die Beamten weg waren.
Petra Konermann Petra Konermann
Der Jäger fand den toten Hirsch ohne Kopf auf.
Der Jäger fand den toten Hirsch ohne Kopf auf. Boris Roessler
Röbel.

Einem Hirsch, der bei einem Unfall auf der B 198 an der Abfahrt Kaeselin gestorben ist, wurde von einem Unbekannten der Kopf abgetrennt. Wie die Polizei erst am Freitag mitteilte, geschah der Unfall bereits am 8. Oktober gegen 20.30 Uhr. Dabei stieß ein Autofahrer mit einen Hirsch zusammen, der noch vor Ort verendete. An dem Pkw entstand ein Schaden von rund 10.000 Euro.

Während der Unfallaufnahme durch die Polizei wurde der noch junge Hirsch neben die Straße auf den Seitenstreifen gezogen, damit der fließende Autoverkehr nicht behindert wurde. Gleichzeitig wurde der zuständige Jäger informiert, der sich, wie vorgeschrieben, um den Tierkörper kümmern sollte. Doch als der Jäger kurze Zeit später an die Unfallstelle kam, fand er den Hirsch nur noch ohne Kopf vor. Der war samt Geweihstangen abgetrennt worden.

Die Kriminalkommissariatsaußenstelle Röbel hat inzwischen die Ermittlungen wegen Jagdwilderei aufgenommen. Das Strafgesetzbuch sieht hierfür Freiheitsstraßen von bis zu drei Jahren oder eine Geldstrafe vor. Zeugen, die sachdienliche Hinweise geben können oder die zur Tatzeit zwischen 21.30 und 22.30 Uhr Beobachtungen gemacht haben, sollten sich bei der Polizei in Röbel unter Tel. 039931 848224 melden.

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