SCHLIEMANN-MUSEUM ANKERSHAGEN

Trojanisches Pferd wurde abgerissen

Ein Alleinstellungsmerkmal der gesamten Seenplatte fehlt nun: Das trojanische Pferd, das bis Montag stolz, aber gebrechlich vor dem Museum des Troja-Entdeckers Schliemann in Ankershagen stand.
Susann Salzmann Susann Salzmann
Zuerst wurde der hölzerne Kopf des Trojanischen Pferdes samt Hals über Schlingen auf die Ladefläche eines Anhängers gehievt.
Zuerst wurde der hölzerne Kopf des Trojanischen Pferdes samt Hals über Schlingen auf die Ladefläche eines Anhängers gehievt. Susann Salzmann
Ankershagen.

Der Kopf hängt in der Schlinge. Einen Weg zurück gibt es für das morsche trojanische Pferd vor dem Heinrich-Schliemann-Museum in Ankershagen nicht mehr. Das Holzpferd wurde von einer Fachfirma abgetragen. Ein Kran riss zunächst Kopf und Hals aus der Verankerung, danach folgten Schweif und zuletzt Rumpf und Beine. Mehr als drei Stunden dauerte der Abriss des hölzernen Wahrzeichens.

Der Rumpf aber des Ankershagener Pferdes bot für Neugierige nur eine Überraschung: Die von gammligen Holzbalken, die in Teilen fast zur Hälfte ihres Durchmesssers bereits weggefault waren. Als sichere Aussichtsplattform oder spaßige Spielmöglichkeit für Kinder, die den Pferdeschweif bis vor einigen Monaten noch als Rutsche nutzten, konnte der Hingucker nicht mehr bezeichnet werden.

Das Nadelholz im Inneren trug die meisten Schäden davon. Der Pferdekopf senkte sich zuletzt immer weiter ab, sodass um das Pferd schließlich aus Sicherheitsgründen ein Bauzaun aufgestellt worden ist. Das Pferd soll nun in baugleicher Form neu gefertigt werden. Die Fertigstellung ist für den 1. April vorgesehen. Insgesamt 92.500 Euro – davon etwa 58.000 Euro Fördermittel aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raumes – werden investiert. Für etwa 70.000 Euro solle das Pferd neugebaut werden, für die übrigens Mittel soll unter anderem ein archäologischer Sandkasten und ein Irrgarten angelegt werden.

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