Müritz-Thriathlon
Trotz Hitze ist Waren schon im Triathlon-Fieber

Profisportler Michael Raelert dominierte im vergangenen Jahr den Wettkampf.
Profisportler Michael Raelert dominierte im vergangenen Jahr den Wettkampf.
Jens-Uwe Wegner/Archiv

Am Sonnabend kommt es beim 33. Triathlon in Waren zur großen Hitzeschlacht in drei Disziplinen. 2017 war spontan auch Ironman Michael Raelert am Start.

Kommt es am Samstagmorgen im Warener Volksbad wieder zur großen Überraschung? Kay Wermann, Vereinssportlehrer vom Müritzsportclub Waren, hält es für möglich, dass einer der Raelert-Brüder plötzlich auftaucht und an den Start geht. So war es nämlich im Vorjahr.

Michael Raelert stand am Volksbad und fragte, ob noch ein Platz frei wäre? Auch wenn die Jedermann-Distanz und die Mitteldistanz mit jeweils 220 Anmeldungen ausgebucht sind, für einen Raelert macht man mit Sicherheit eine Ausnahme. „Für uns als Veranstalter war die Teilnahme traumhaft und auch für die Sportler ist es schön, gemeinsam mit so einem Idol auf die Strecke zu gehen. Es wurden viele Fotos gemacht“, sagt Kay Wermann.

2015 war Andreas Raelert, der ältere Bruder, genau so unerwartet da und legte einen Start-Ziel-Sieg hin. „Wenn es bei ihren Trainingsplänen reinpasst, könnte eine Teilnahme möglich sein“, sagt Kay Wermann.

Hitze ist besser als Regen, sagt der Fachmann

Angemeldet ist auf jeden Fall der Sieger von 2016, Julian Fritzenschaft vom TriTeam Hamburg. Der will natürlich die Krone zurück und muss sich dafür eine Hitzeschlacht mit der Konkurrenz liefern. Der MSC hat sich für die Wärme gut gerüstet und noch mehr Getränke und Verpflegung geordert als sonst, wie Kay Wermann sagt.

Für die Athleten werden die hohen Temperaturen zwar mühsam. Schlimmer wäre aber Regen, weil es dann schneller zu Stürzen auf dem Rad kommen kann, so Wermann. Mit 23 Grad Wassertemperatur ist die Müritz für das Schwimmen einladend warm. Möglicherweise sogar so warm, dass die Sportler ohne Neopren schwimmen müssen. Das werden die Schiedsrichter am Samstag entscheiden.

Die Begeisterung für den Sport und die Veranstaltung wächst stetig. „Seit drei Jahren sind über die Onlinemeldung die Mitteldistanz und die Jedermann-Distanz ausgebucht. Mehr Plätze können wir auch nicht anbieten, weil das Volksbad sonst zu klein wird“, sagt Wermann. Freie Startplätze gibt es noch bei den Staffelwettbewerben, wo besonders Firmen und Vereine gefragt sind.

Achtung, Straßensperrungen!

Damit der 33. Müritz-Triathlon ohne Unfälle über die Bühne geht, werden die Autofahrer um Rücksicht gebeten. Teile der Innenstadt werden sogar ganz gesperrt. Wie die Stadtverwaltung informiert, müssen zur Absicherung des Radrennens am Sonnabend von 9.50 Uhr bis 17 Uhr die gesamte Gerhart-Hauptmann-Allee, die Kietzstraße, im Bereich zwischen Gerhart-Hauptmann-Allee und Kietzkreuzung, und die gesamte Straße Zur Steinmole voll gesperrt werden.

Die Zufahrt in Richtung Waren-Nord, um zum Beispiel zum Müritz-Klinikum oder zum Bahnhof zu gelangen, muss über die Teterower Straße erfolgen. Um zum Hafen oder in die Altstadt fahren zu können, muss über die Mecklenburger Straße/Papenbergstraße gefahren werden.