MECKLENBURGER SEENRUNDE

Übernachtungsmöglichkeiten für die 300-Kilometer-Radtour

Die 300 Kilometer lange Radtour durch die Seenplatte steht wieder für rund 2.000 Teilnehmer an. Und das freut nicht nur Radsportler, sondern auch mögliche Gastgeber.
Die Idylle der Landschaft zu bestaunen, haben die meisten Teilnehmer des 300-Kilometer-Kantens der Mecklenburger Seenrunde nur
Die Idylle der Landschaft zu bestaunen, haben die meisten Teilnehmer des 300-Kilometer-Kantens der Mecklenburger Seenrunde nur wenig Muße. NK-Archiv
Neubrandenburg ·

Detlef Koepke drückt die Daumen. Vielleicht, hofft der Chef der größten Radsportveranstaltung im Norden Deutschlands, komme man zum Start der Mecklenburger Seenrunde auf 2.000 Teilnehmer. Knapp 1.900 Radsportbegeisterte haben sich bis Freitag in die Teilnehmerliste für die Tour am 17./18. September eingetragen.

Knapp die Hälfte der „normalen“ Beteiligung in früheren Jahren vor Corona, als die 300-Kilometer-Tour quer durch die Seenplatte immer im Mai über die Bühne ging. Im vergangenen Jahr fiel das Event komplett den Corona-Schutzmaßnahmen zum Opfer und auch diesen Mai untersagte das Gesundheitsamt zur Enttäuschung der Organisatoren und Fans die Veranstaltung.

Blick auf Schwedisches Vorbild

Aber, sagt Koepke, sie seien jetzt dennoch zufrieden. Der Erfinder der Seenrunde verweist auf das große Vorbild, die Rundfahrt um den schwedischen Vätternsee. Dort hätten sich gerade statt der üblichen 23.000 Radsportler „nur“ 6.700 auf die ebenfalls 300 Kilometer lange Reise gemacht. Der ungewohnte Termin, sagt Koepcke, spiele an der Seenplatte eine gewichtige Rolle und, natürlich, viele Stammfahrer seien noch vorsichtig.

„Wir haben aber einiges verändert“, sagt Koepke. So falle in diesem Jahr die „Mini-MSR“ aus, auf der kleine Radfahrer an den Start gehen. In den einzelnen Startblöcke starten ab Freitagabend nur noch 70 statt 150 Teilnehmern und an den Stationen auf der Strecke werde noch mehr als sonst auf Hygiene und Desinfektion geachtet.

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THW-Kräfte werden im Süden gebraucht

Und, freut sich der Cheforganisator, das Personal der Helfer habe sich verjüngt. „Die Frauen und Männer des Technischen Hilfswerks, sonst immer dabei gewesen, fehlen in diesem Jahr. Die sind im Einsatz in Süd- und Westdeutschland, um den Flutopfern zu helfen. Dafür springen Abiturienten ein, aus dem Gymnasium in Waren und aus dem Einstein-Gymnasium und der Stella in Neubrandenburg“.

Weniger Teilnehmer als sonst in der im Jahr 2014 aus der Taufe gehobenen Radtour bereiten aber auch in einer Hinsicht geringere Sorgen: Die Organisatoren müssen weniger graue Haare wegen der Unterbringung wachsen lassen. Denn – immerhin – mit dem in Insolvenz gegangenen Hotel „Am Ring“ in Neubrandenburg fehlt der Stamm-Schlafplatz vieler Teilnehmer. „Das war durch uns immer ruckzuck ausgebucht“, erinnert sich Koepke.

Eingesprungen sind dafür mehr private Vermieter, weiß Konstanze Strohmayer. Sie ist im MSR-Team der „gute Geist“, der von der Chefin des Übernachtungsportals der Vätternrundan, Lotta Karlsson, schon vor Jahren geradezu gedrängt wurde, mit dem Aufbau eines Übernachtungsportals zu beginnen. Mit dem Portal der MSR wurden und werden neue Verbindungen zwischen Land und Leuten geknüpft.

Seit 2017 werden es Jahr für Jahr mehr Menschen, die ein oder mehrere private Zimmer, einen Wohnwagen, eine Ferienwohnung oder sogar ihr ganzes Haus an MSR-Teilnehmer vermieten. „Zwischen 50 und 60 sind es in diesem Jahr“, zählt Strohmayer auf. „Vermieter werden kann jeder“ verdeutlicht sie, und als privater Vermieter mache man dies beileibe auch nicht umsonst. „Es gibt tatsächlich schon viele gute Beispiele“, schwärmt Koepke.

Einfaches Prozedere für Privatunterkünfte

Das Prozedere ist seinen Worten zufolge denkbar einfach: Interessierte Gastgeber melden sich bei Konstanze Strohmayer per Mail an die E-Mail-Adresse [email protected] oder telefonisch unter 0171 6184093. Dann gebe es einen Termin, die Organisatoren begutachten die vorgeschlagene Unterkunft und schlagen dem Besitzer und Vermieter einen Preis vor. Fertig!

 

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