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Ukrainer übernimmt Schiffschrauben-Hersteller MMG

Die Gießerei, die riesige Schiffspropeller produziert und weltweit vertreibt, hatte einen deutlichen Umsatzrückgang zu verkraften.
Die Gießerei, die riesige Schiffspropeller produziert und weltweit vertreibt, hatte einen deutlichen Umsatzrückgang zu verkraften.
Jens Büttner

Einer der größten Hersteller von Schiffschrauben, MMG aus Waren, fährt durch schwieriges Gewässer. Es muss sparen und wurde an einen Investor abgetreten.

Der Hersteller der weltweit größten Schiffsschrauben – die Mecklenburger Metallguss GmbH (Waren) – bekommt neue Eigentümer und muss sparen. Wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte, übernimmt ein Geschäftsmann aus der Ukraine, der auch an der bisherigen Muttergesellschaft DIHAG Holding GmbH Essen beteiligt ist, die Firmenmehrheit. Minderheitsgesellschafter der MMG wird eine Beteiligungsgesellschaft, die von drei Mitgliedern des jetzigen Managements gegründet wurde. Über Einzelheiten der Transaktion wurde Stillschweigen vereinbart.

Damit will MMG künftig flexibler auf Marktanforderungen reagieren können. Die Gießerei, die riesige Schiffspropeller produziert und weltweit vertreibt, hatte 2016 noch rund 80 Millionen Euro Umsatz, musste aufgrund der weltweiten Schiffsbaukrise 2017 aber einen Umsatzrückgang um rund 25 Prozent hinnehmen. Das wurde mit Kurzarbeit abgefedert. Für 2018 wird bisher durch starke Auftragsrückgänge mit noch geringerem Umsatzvolumen gerechnet.

Möglichkeit der Kurzarbeit endet

Die Kurzarbeitsmöglichkeit unter den rund 200 Mitarbeitern endet im Juni 2018. Derzeit werde genau untersucht, welche Einsparungen weiter nötig sind, sagte Geschäftsführer Lars Greitsch. An „signifikanten Kosteneinsparungen und Kapazitätsanpassungen” komme das Unternehmen nicht vorbei. Das solle aber später bekanntgegeben werden.

Der Gesellschaftsvertrag sei bereits unterzeichnet und wird Ende Juni 2018 rechtskräftig. Die DIHAG-Gruppe mit europaweit elf Gießereien war 2011 an zwei Privatinvestoren verkauft worden. Einer dieser Geschäftsmänner sei nun an MMG mehrheitlich beteiligt. Die Beschäftigten wurden am Donnerstag Informiert, hieß es.

Kommentare (1)

ich kann mir gut vorstellen welche Einsparungen das sein sollen. Das Werk in Waren wird geschlossen und die gesamte Produktion wird in die Ukraine verlegt.