Warnsystem schlägt an
Umgestürzter Baum reißt Zaun im Bärenwald ein

Der Bärenwald ist trotz der Zaunbauarbeiten geöffnet. Für die Besucher besteht keine Gefahr, betont die Pressesprecherin.
Der Bärenwald ist trotz der Zaunbauarbeiten geöffnet. Für die Besucher besteht keine Gefahr, betont die Pressesprecherin.
Bernd Wüstneck/Archiv

Bei Sturm fiel nachts ein Baum auf den Zaun um ein Bären-Gehege. Das Team rückte sofort aus, um jede Ausbruch-Absicht der Tiere gleich zu stoppen.

Wegen starkem Sturm ist Mittwochnacht im Bärenwald Müritz ein Baum auf eine Gehege-Begrenzung gestürzt und hat dabei zwei Zäune beschädigt. „Es bestand jedoch keine Ausbruchsgefahr der Braunbären”, versichert Melitta Töller, Sprecherin von der Tierschutzorganisation Vier Pfoten, die den Bärenwald betreibt.

+++ Tief "Alfred" ließ die Feuerwehren in Mecklenburg-Vorpommern sowie Brandenburg nicht zur Ruhe kommen. Eine Bilanz zu den Folgen des Dauerregens finden Sie hier. +++

Alle Gehege-Begrenzungen seien doppelt gesichert – mit einem inneren Elektrozaun und einem äußeren Sicherheitszaun. Der Bärenwald sei auf solche witterungsbedingten Vorfälle vorbereitet. „Durch ein elektronisches Warnsystem wird bei einem Schaden am Zaunsystem sofort das Team informiert. Die Cheftierpflegerin traf innerhalb weniger Minuten vor Ort ein. Sie informierte die Feuerwehr”, erklärte sie. In wenigen Stunden habe die Feuerwehr den Elektrozaun wieder aufgerichtet. Ein Architekt sei vor Ort, um auch die Aufrichtung des Außenzauns schnellstmöglich zu organisieren.

„Es besteht keine Gefährdung der Besucher. Da sich der beschädigte Zaun auf der Waldseite befindet und nicht an den Besucherrundweg angrenzt, sind die Bauarbeiten für die Besucher nicht zu sehen”, sagt Töller. Der Bärenwald könne weiterhin gefahrlos besucht werden. Die Bären hätten zudem in der stürmischen Nacht ruhig durchgeschlafen und von den Bauarbeiten nichts mitbekommen.