22 VERLETZTE

Unfallfahrer muss nach Busunglück bei Malchow nicht vor Gericht

Im August ist ein Flixbus auf der A19 bei Malchow verunglückt. 22 Passagiere wurden verletzt. Wie die Staatsanwaltschaft nun mitteilte, muss der Busfahrer sich nicht vor Gericht verantworten. Der Grund liegt in der Unfallursache, die bisher noch unklar war.
Winfried Wagner Winfried Wagner
Andreas Segeth Andreas Segeth
Der tschechische Fahrer gab an, gesundheitliche Probleme gehabt zu haben.
Der tschechische Fahrer gab an, gesundheitliche Probleme gehabt zu haben. Petra Konermann
Malchow.

Der Fernbusunfall mit 22 Verletzten im August 2018 auf der Autobahn 19 nördlich von Malchow wird keine strafrechtlichen Folgen haben. Wie eine Sprecherin der Neubrandenburger Staatsanwaltschaft am Dienstag erklärte, wurden die Ermittlungen gegen den damaligen Busfahrer wegen geringer Schuld eingestellt.

Bisher war die Unfallursache unklar. Der 44-jährige Fahrer habe nun angegeben, wegen gesundheitlicher Probleme kurz die Kontrolle über den Bus verloren zu haben. Gegen den Mann aus Tschechien war zunächst wegen des Verdachts der fahrlässigen Körperverletzung und der Gefährdung des Straßenverkehrs ermittelt worden.

Null Promille gemessen

Der Flixbus-Fernbus war am 17. August, einem Freitagmorgen, auf dem Weg von Stockholm nach Berlin auf der A19 zwischen Linstow und Malchow nach rechts in den Straßengraben gefahren und auf die rechte Seite gekippt. An Bord waren 63 Fahrgäste aus 22 Nationen, darunter 19 Deutsche und 7 Schweden, sowie zwei Busfahrer, die sich abgewechselt hatten.

60 Einsatzkräfte an der Unfallstelle

Viele Fahrgäste erlitten einen Schock und mussten zum Teil durch eingeschlagene Scheiben aus dem Fahrzeug klettern.  22 Menschen wurden verletzt. Sie konnten aber alle nach kurzer Zeit aus den Kliniken entlassen werden. Der Bus gehört einer tschechischen Firma, die für die Münchener Firma Flixbus fährt. Der Fahrer war unverletzt geblieben. Ein Blutalkoholtest bei ihm hatte null Promille ergeben. Die Autobahn war fast acht Stunden gesperrt gewesen.

Rund 60 Mitarbeiter von Rettungsdiensten und Feuerwehren waren an der Unfallstelle, um die Verletzten zu versorgen und sich um die weiteren Mitreisenden zu kümmern. Insgesamt vier Rettungshubschrauber waren im Einsatz. Die Mitreisenden, die keine Verletzungen bei dem Unfall erlitten, wurden in einem Betreuungszentrum des DRK in Güstrow versorgt.

Stadt. Land. Klassik! - Konzert in Malchow

zur Homepage

Kommentare (1)

Der Fahrer gibt an gesundtheitliche Probleme gehabt zu haben. Angeben kann man viel.
Was war denn nun die Unfallursache?