SCHIFFSUNFALL

Unglücksschiff "Gretha van Holland" kollidiert mit Schleusentor

Das Kabinenschiff „Gretha van Holland” ist zum dritten Mal innerhalb weniger Tagen auf der Müritz-Elde-Wasserstraße negativ aufgefallen. Bei einem Unfall an der Schleuse Parchim wurde das Steuerhaus abgerissen.
Claudia Müller Claudia Müller
Das Schiff wurde bei dem Unfall beschädigt.
Das Schiff wurde bei dem Unfall beschädigt. Jens Büttner
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Parchim.

Das Kabinenschiff „Gretha van Holland” hat am Freitagabend erneut einen Binnenschiffsunfall mit Sachschaden verursacht. Fahrgäste befanden sich zur Zeit des Unfalls nicht an Bord, teilte das Landeswasserschutzpolizeiamt mit. Die „Gretha” fährt bereits seit Jahren zwischen Schwerin, Plau, der Müritz und Berlin mit Fahrgästen hin und her.

Das Kabinenschiff war nach den Schilderungen der Wasserschutzpolizei am Freitag gegen 18.20 Uhr im Rahmen eines vom Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt genehmigten Sondertransportes auf der Müritz-Elde-Wasserstraße in Richtung Waren unterwegs.

Schleuse musste geschlossen werden

Bei der Ausfahrt aus der Schleuse Parchim sei das Schiff mit dem Hubschleusentor zusammengestoßen, da das hydraulische Steuerhaus nicht rechtzeitig abgesenkt worden sei. Durch den Zusammenstoß wurde das gesamte Steuerhaus des Schiffes abgerissen.

Glücklicherweise sei die Besatzung des Kabinenschiffes unverletzt geblieben. Der Gesamtschaden beläuft sich auf mehrere Tausend Euro. Die Schleuse Parchim musste für die Schifffahrt gesperrt werden, hieß es. Die Ermittlungen zur Unfallursache laufen derzeit.

Auf Grund gelaufen

Damit hat die „Gretha” den dritten Unfall innerhalb von fünf Tagen auf der Müritz-Elde-Wasserstraße verursacht. So beschädigte das Schiff am 27. April nach Angaben des Landeswasserschutzpolizeiamtes vor dem Durchfahren der Rehberger Hubbrücke in Grabow eine Rufsäule der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung.

Einen Tag später lief die „Gretha van Holland” ca. 500 Meter vor der Hechtsforthschleuse auf Grund und kam aus eigener Kraft nicht mehr frei. Daraufhin untersagten die zuständigen Behörden die Weiterfahrt. Lediglich die besagte Sonderfahrt, bei der es jetzt erneut zu einem Zwischenfall kam, wurde gestattet.

Ein Grund für die Probleme ist wohl, dass die „Gretha van Holland“ ohne Gäste und Gepäck einen Tiefgang von 1,40 Metern statt der zugelassenen 1,20 Meter hat.

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Kommentare (1)

Man kann sich des Eindrucks nicht erwähren, das der falsche Kapitän an Bord war. Silbereisen hätte das auch gekonnt!!!