Streit um Festival

Demo für die Fusion in Lärz

Der Streit zwischen der Polizei und den Veranstaltern des Fusion-Festivals ist weiter ungelöst. Am Sonntag gingen Befürworter der Veranstaltung deshalb auf die Straße.
Ingmar Nehls Ingmar Nehls
Anna-Christina Bytom Anna-Christina Bytom
dpa
Unterstützer der Fusion demonstrierten am Sonntag in Lärz.
Unterstützer der Fusion demonstrierten am Sonntag in Lärz. Ingmar Nehls
Die Unterstützung für die Fusion ist generationenübergreifend.
Die Unterstützung für die Fusion ist generationenübergreifend. Ingmar Nehls
Die Demo-Initiatoren Gerhard Schneider und Peter Schmitt wünschen sich eine Rückkehr zur Sachlichkeit in den Beziehungen zwischen Polizei und dem Kulturkosmos.
Die Demo-Initiatoren Gerhard Schneider und Peter Schmitt wünschen sich eine Rückkehr zur Sachlichkeit in den Beziehungen zwischen Polizei und dem Kulturkosmos. Ingmar Nehls
Droht ein Ende des Fusion-Festivals in seiner bisherigen Form?
Droht ein Ende des Fusion-Festivals in seiner bisherigen Form? Simon Voigt
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Lärz.

Droht ein Ende des Fusion-Festivals in seiner bisherigen Form? Diese Frage steht im Raum, seit Neubrandenburgs Polizeipräsident Nils Hoffmann-Ritterbusch eine eigene Wache auf dem Festivalgelände sowie die Möglichkeit „anlassloser Streifen“ auf dem Gelände in Lärz verlangt. Denn das lehnen die Veranstalter kategorisch ab.

Die Lärzer wollten deswegen ein Zeichen für „ihre” Fusion setzen und riefen zu einer Demo am Sonntag auf. Auch Einwohner aus Mirow, Rechlin und umliegenden Dörfern kündigten ihre Teilnahme bei der Kundgebung vor der Kirche in Lärz an.

Um kurz vor 11 Uhr versammelten sich die ersten Demo-Teilnehmer an der Kastanie vor der Kirche, bis zum Mittag hatten sich etwa 250 Menschen versammelt. Darunter auch der Bürgermeister von Lärz und Martin Eulenhaupt vom Fusion-Trägerverein Kulturkosmos.

Treffen mit Ordnungsamt am Montag

Die Initiatoren der Demo, Gerhard Schneider und Peter Schmitt, wünschen sich eine Rückkehr zur Sachlichkeit in den Beziehungen zwischen Polizei und dem Kulturkosmos. Auch sie fordern: keine Polizeistation auf dem Gelände und keine anlasslose Bestreifung.


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Für Fusionbesucher David Schmidt aus Rechlin hat das Festival auch Symbolcharakter. "Sicherheit ist wichtig, muss aber Grenzen haben. Man muss Menschen Freiräume lassen." Der Bürgermeister des Ortes, Hartmut Lehmann (CDU), erklärte: "Hier wird ein fiktives Bedrohungsszenario aufgebaut." Es würde völlig reichen, wenn die Einsatzzentrale der Polizei im Bürgerzentrum von Lärz säße, etwa 500 Meter vom Festgelände entfernt. Dann könnten auch Probleme im Umfeld des Festivals schnell an die Beamten herangetragen werden. "Eine Wache auf dem Fusion-Gelände macht keinen Sinn." 

Am Montag treffen sich die Veranstalter mit dem Ordnungsamt und stellen das nachgebesserte Sicherheitskonzept vor. Sie hoffen auf eine Einigung. Das Festival soll vom 26. bis zum 30. Juni auf dem Ex-Militärflugplatz stattfinden. Nach Angaben des Vereins Kulturkosmos werden wieder etwa 70.000 Besucher erwartet. 

 

 

 

Kommentare (3)

Dann lasst sie doch in Ruhe!( ihre Drogengeschäfte machen und im eingenen Saft schmoren).Im Gegenzug massierte Verkehrskontrollen mit allem drum und dran. Mal sehen wer dann Montags noch ein Fahrzeug führen darf.

Irgendwie verstehen sie das Thema nicht oder ? Wer Drogen konsumieren will macht das mit oder ohne Polizei. Das ändert wenig daran. Wenn die große Mehrheit/Veranstalter auf seinem Privatgelände eben keine Pol möchte und diese angeblichen "Gefahren" in Kauf nimmt. Dann ist es eben so. Und der PP ist doch ausm Schneider falls es doch zu Zwischenfällen kommt.

Blah, Blah ,Blah