GERICHTSURTEIL

Mann aus Waren in Drogen-Prozess zu Haftstrafe verurteilt

Ein Mann aus Waren musste sich vor dem Landgericht Neubrandenburg wegen Drogenhandel in größerem Stil verantworten. Jetzt wurde das Urteil gefällt.
dpa
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Am Freitag wird ein Urteil im Drogenprozess erwartet (Symbolbild).
Am Freitag wird ein Urteil im Drogenprozess erwartet (Symbolbild). David-Wolfgang Ebener
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Neubrandenburg.

Ein 30 Jahre alter Mann aus Waren ist im Prozess um Drogenhandel in größerem Stil zu zwei Jahren und sechs Monaten Haft verurteilt worden. Das Landgericht Neubrandenburg sprach den ehemaligen Bundeswehrangehörigen am Freitag der Beihilfe zum Drogenhandel mit größeren Mengen in vier Fällen schuldig. Der Mann hatte zuletzt eingeräumt, gewusst zu haben, dass ein schon zu einer höheren Strafe verurteilter Komplize mit Drogen handelt und ihm auch Kontakt nach Rheinsberg (Brandenburg) vermittelt, wie Richterin Nicola Schmidt-Nissen sagte. 

Die Polizei hatte zehn Menschen aus der Region im Juni 2018 bei einer Großrazzia an der Seenplatte, in Hamburg und im Norden Brandenburgs auffliegen lassen. Mehr als 20 Kilogramm Drogen wurden beschlagnahmt, zwei Haupttäter erhielten bereits Haftstrafen. Der nun Verurteilte saß seit neun Monaten in U-Haft. Sein Haftbefehl wurde gegen Auflagen im Gericht außer Vollzug gesetzt. Die Verteidiger hatten Freispruch für ihren Mandanten gefordert. "Mir ist völlig unklar, warum sich mein Mandant mit Berufsverbrechern eingelassen hat", erklärte Anwalt Peter-Michael Diestel. Die Beweisaufnahme habe bestätigt, dass der ehemalige Bundeswehroffizier von den Geschäften seiner "Freunde" nichts gewusst habe. 

Zwei Komplizen des Angeklagten - darunter sein "General", wie er ihn nannte - hatten vor Gericht zugegeben, von Mitte 2017 bis Juni 2018 fast 26 Kilogramm Marihuana sowie Amphetamine, Kokain, Ecstasy-Pillen und Präparate zum Muskelaufbau besorgt zu haben, um damit zu handeln. Sie waren zu Haftstrafen von vier und drei Jahren verurteilt worden.  Der jetzt erneut angeklagte 30-Jährige will davon aber wenig gewusst haben, wie er vor Gericht erklärte. Allerdings war auch eine größere Menge Rauschgift auf dem Grundstück gefunden worden, wo der Angeklagte wohnte.

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