STREIT MIT DER POLIZEI

Veranstalter des Fusion-Festivals überarbeiten ihr Sicherheitskonzept

Bis zum Donnerstag soll ein neues Papier vorliegen. Dann fällt das Amt Röbel/Müritz eine Entscheidung, ob das Festival genehmigt werden kann.
Am Donnerstag fällt das zuständige Amt seine Entscheidung.
Am Donnerstag fällt das zuständige Amt seine Entscheidung. Alexander Müller
Lärz ·

Die Veranstalter des Fusion-Festivals in Lärz werden ihr Sicherheitskonzept überarbeiten. Bis Donnerstagmittag 12 Uhr soll es vorliegen. Das erfuhr der Nordkurier von einem der Teilnehmer des Gesprächs zwischen dem Amt Röbel/Müritz und den Vertretern des Vereins Kulturkosmos. Die Begegnung sei „konstruktiv” gewesen, hieß es.

Bei dem Gespräch im Amt Röbel/Müritz sollte es vor allem um Forderungen der Polizei nach einer eigenen Wache auf dem Gelände und der Möglichkeit „anlassloser Streifen” gehen. Aber auch diverse andere Auflagen für das seit 1997 auf einem ehemaligen russischen Militärflugplatz veranstaltete Kulturfestival standen auf der Tagesordnung. Dazu zählen unter anderem breitere Fluchtwege und ein besserer Jugendschutz.

Amt fällt Entscheidung am Donnerstag

Der Veranstalter – der Verein Kulturkosmos aus Berlin – lehnte die Polizeiforderung nach einer ständigen Präsenz auf dem Gelände bislang strikt ab. Das sei ein Bruch mit der Philosophie des Festivals, das auf Freiheit der Kunst und freie Entfaltung der Gäste baue. Die Polizei, die in den vergangenen Jahrzehnten immer wieder die Friedlichkeit des Festivals betont hatte, begründet ihre Forderung mit gestiegenen Sicherheitsanforderungen nach Vorfällen wie auf der Love Parade 2010 in Duisburg mit 21 Toten und terroristischen Bedrohungen.

Eine Entscheidung über das bereits ausverkaufte Fusion-Festival 2019, zu dem vom 26. bis 30. Juni rund 70.000 Menschen erwartet werden, will das Amt Röbel-Müritz voraussichtlich am 16. Mai fällen, eine Fristverlängerung zur Auflagenerfüllung halten Experten aber für möglich. Der Veranstalter Kulturkosmos hofft auf eine Einigung, schloss aber bereits nicht aus, die Auseinandersetzung vor Gericht fortzusetzen. Die Veranstalter versprechen in Lärz „vier Tage Ferienkommunismus” mit Musik vieler Spielarten, Theater, Performance, Kino und Installationen.

 

 

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Kommentare (1)

sogar einige wenige Festival-Teilnehmer schauten das dritte Vorrunden-Spiel Deutschland vs. Südkorea, welches mit 0:2 verloren ging. Ob diese "Gelegenheits-Fans" sich allerdings dolle über das Ausscheiden unserer Nationalmannschaft geärgert haben, wage ich angesichts des damalige "Line-Up" stark zu bezweifeln. Meiner Bitte an den Veranstalter, einige BlackMetal bands mit Hinweis auf die parallel stattfindene Fußball-WM auszuladen, schlug Wochen zuvor leider fehl. Naj ist halt wie immer Kultur vs. Sport, der eine bekämpft den anderen wenn nötig bis auf's Blut. Dabei mögen Fußballfans doch auch Musikkonzerte, sogar die Fans von Fortuna Düsseldorf.