ERSTE VERHANDLUNG BEENDET

Angeklagter sah sich durch Sarah H. vom BND verfolgt

Der Tod der 32-jährigen Sarah H. wurde am Mittwoch vor dem Landgericht Neubrandenburg verhandelt. Die verweste Leiche wurde im Sommer in Alt Rehse gefunden. Die ersten Aussagen des Angeklagten sind bizarr.
Florian Ferber Florian Ferber
Der Angeklagte Axel-Ingo G. mit seinem Wahlverteidiger Henning Köhler.
Der Angeklagte Axel-Ingo G. mit seinem Wahlverteidiger Henning Köhler. Florian Ferber
Die Verhandlung soll genauer Aufschluss darüber geben, was sich im Horror-Haus von Alt Rehse im August 2016 zutrug.
Die Verhandlung soll genauer Aufschluss darüber geben, was sich im Horror-Haus von Alt Rehse im August 2016 zutrug. Carina Göls
Neubrandenburg.

Das Landgericht Neubrandenburg hat am Mittwochnachmittag den ersten Verhandlungstag im Prozess um den Tod von Sarah H. beendet. Zum Auftakt wurde die Anklage gegen den 51-jährigen Axel-Ingo G. verlesen. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Mann aus Alt Rehse Freiheitsberaubung und Körperverletzung mit Todesfolge vor.

Ein Vollstreckungsbeamter schilderte die Vernehmung des Angeklagten am 10. August. Damals hatte der Angeklagte Details zum Tathergang gemacht. Er hatte den Verdacht, Sarah stünde in Diensten des BND und wollte ihn aushorchen. Deshalb habe er "Druck ausüben" wollen und peitschte sie etwa zwei Stunden mit  einer selbstgemachten Peitsche. Als sie bewusstlos war, habe er versucht, sie zu reanimieren. Letztlich vergeblich. Danach packte er die Leiche in Decken und schnürte sie auf eine Sackkarre. Im weiteren Verlauf machte ein Gerichtsmediziner als Sachverständiger Auskünfte zum Zustand der Leiche und einer möglichen Todesursache. Letzteres könne man, so der Experte, aufgrund des Zustands der Leiche nicht mehr genau benennen, denkbar wäre aber ein Kreislaufzusammenbruch. Der Prozess wird mit weiteren Zeugen am 13. Februar und 1. März fortgesetzt.

Polizisten hatten die stark verweste Leiche am 9. August im Haus des Tatverdächtigen gefunden. Der spektakuläre Leichenfund hatte nicht nur das Dorf erschüttert, sondern bundesweit öffentliches Interesse ausgelöst. Nicht zuletzt, weil Sarah H. seit ihrem Auftritt in der TV-Kuppelshow „Schwer verliebt” in die Schlagzeilen geraten war. Vor sechs Jahren hatte sie dort nach ihrer großen Liebe gesucht und war schließlich nach Alt Rehse gekommen.

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Kommentare (4)

Was heut zu Tage für geistig gestörte Leute rumlaufen, man kriegt echt das würgen. Eine Frau zu Tode prügeln, dann noch die Leiche Tage lang in der Wohnung liegen lassen und sein Maul bei Gericht nicht aufbekommen und für die Tat gerade stehen wollen, sogar noch seine Persönlichkeitsrechte fordern .

Für mich gehört dieser Typ in den Knast auf Lebenszeit. Schade das es kein höheres Strafmaß gibt, dann bräuchte man sich um so einen Abschaum nicht mehr zu kümmern.

Auch seine selbst gedrehten Videos, die der Öffentlichkeit noch frei zur Verfügung stehen auf Youtube ( hier nennt er sich
XXX ) in seinem Kanal, ist echt der Hammer ! Echt Traurig ...Anmerkung der Redaktion: Bitte nennen Sie aus Gründen des Persönlichkeitsrechtes keine vollständigen Namen.

Er litt anscheinend an einer Psychose und betrachtete sich als Reichsbürger.
(diese Bewegung ist ein Sammelbecken für gestörte Menschen)
Seine extrem wirren Videos postete er allerdings erst nach dem Mord der Frau. Es liegt die Vermutung nahe, daß er sich mit seiner Geisteskrankheit geschickt aus der Affäre ziehen will.

Der Gedanke, daß dieser unberechenbare Täter nach kurzer Zeit wieder in Freiheit leben wird, ist erschreckend.

Psychische Störungen als Freifahrtschein für einen Mord.

Hatte der Täter nicht zunächst behauptet, die Frau ausgepeitscht zu haben, weil sie seine "Brille versteckt hätte" ?

Durch die Geschichte mit der "BND Spionin", versucht er
anscheinend seine Krankheit zu untermauern.

Der sitzt in seiner sogenannten Haft im Anstaltspark und zählt Gänseblümchen, nach der Gesprächstherapie gibt es Kaffe und Kuchen und nette Gesellschaftsspiele mit seinen Mitpatienten.