STADT.LAND.KLASSIK

Viel Applaus für die Neue Philharmonie in Malchow

Mit der vierten Welle endete die erste Spielzeit von Stadt.Land.Klassik in der Malchower Werleburg. Das Publikum erwies sich erneut als besonders herzlich und dankbar.
Ingmar Nehls Ingmar Nehls
Andreas Schulz bedankte sich bei seinen Musikern für ein leidenschaftliches Konzert in Malchow. Die große Besetzung passte gerade so auf die kleine Bühne der Werleburg.
Andreas Schulz bedankte sich bei seinen Musikern für ein leidenschaftliches Konzert in Malchow. Die große Besetzung passte gerade so auf die kleine Bühne der Werleburg. Ingmar Nehls
Die Musiker der Neuen Philharmonie ziehen unter Beifall in den Saal der Malchower Werleburg. Im Publikum saßen viele Gäste, die alle drei Konzerte besucht hatten.
Die Musiker der Neuen Philharmonie ziehen unter Beifall in den Saal der Malchower Werleburg. Im Publikum saßen viele Gäste, die alle drei Konzerte besucht hatten. Ingmar Nehls
Malchow.

Die Wölfe der Nossentiner Heide haben am vergangenen Freitag einen großen Bogen um Malchow gemacht. Denn die Paukenschläge und Trompetentöne, die aus der Werleburg drangen, verkündeten Gefahr für Isegrim. Mit dem illustrativen Stück „Peter und der Wolf“ von Sergei Prokofjew und der „Sinfonie Nr. 8“. von Antonín Leopold Dvorák setzte die Neue Philharmonie den Schlussakkord der vierten Welle und damit auch der ersten Spielzeit von Stadt.Land.Klassik. Und das an einem Ort und in einem Veranstaltungshaus, das die Idee der Konzertreihen nicht besser verkörpern könnte. Es war das bereits dritte Konzert in Malchow – und jedes Mal wurde das Orchester mit viel Applaus und warmer Dankbarkeit beschenkt.

10.000 Gäste in der ersten Spielzeit

Denn Menschen, die sich für Kultur interessieren, gibt es viele in Malchow, Konzerte hingegen bisher kaum. Das hat sich dank der Nordkurier Mediengruppe verändert, obwohl es auch aufseiten der Veranstalter Skepsis und Bedenken gab. „Aber manchmal muss man es einfach machen“, sagte Nordkurier-Geschäftsführer Lutz Schumacher. Über 10.000 Gäste besuchten die Konzerte der ersten Spielzeit insgesamt. „Das ist schon bemerkenswert. Damit hätten wir am Anfang nicht gerechnet“, sagte Schumacher.

In Waren schwang er noch den Taktstock. Beim letzten Konzert überließ er Andreas Schulz das Dirigentenpult, verschwand jedoch nicht von der Bühne, denn schließlich braucht das Stück „Peter und der Wolf“ ja einen Erzähler. Die Röbeler Lehrerin Karin Ladewig fühlte sich während des Stückes in ihre eigene Schulzeit zurückversetzt, wie sie in der Pause erzählte. „Das ging mir so durch den Kopf. Ganz eigenartig“, sagte Karin Ladewig. Sie war nicht die einzige Röbelerin im Saal. Viele Kulturfans aus dem Süden der Müritz und dem Malchower Umland kamen in die Werleburg. „Man muss nutzen, was vor Ort ist“, sagte Karin Ladewig.

Vielleicht wird Röbel Spielort

Vielleicht kann sie im Herbst, wenn die zweite Spielzeit anläuft, ja sogar zu Fuß zum Konzert gehen. Denn die Planungen laufen bereits auf Hochtouren und Röbel als Spielort sei im Gespräch, sagte Lutz Schumacher. Natürlich werde er sich nicht das Vergnügen nehmen lassen, wieder zu dirigieren. Tschaikowski, Mozart, Beethoven, die großen Namen werden mit Sicherheit in den kleinen Orten erklingen.

Apropos Größe: Wie viele Orchestermusiker passen eigentlich auf die Bühne der Malchower Werleburg? Die Antwort lautet: knapp 50. Und die wurde im zweiten Teil des Konzertes gegeben. Da kam die große Besetzung für Dvorák zum Einsatz und fand gerade so Platz. „Ich bin gespannt, ob wir mit dieser großen romantischen Symphonie den Saal zum Fliegen bekommen werden“, hatte Lutz Schumacher bei der Begrüßung gesagt. Er sollte nicht enttäuscht werden. Auf die Malchower war Verlass.

StadtLandKlassik - Konzert in Malchow

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