Die Vorstandsvorsitzende der Müritz-Sparkasse, Andrea Perlick, der Vorsitzende des Fördervereins, Günter Rhein, und Pastorin Anja Lünert bei der Übergabe der Förderzusage für die Restaurierung der Orgel in der Warener Georgenkirche.
Die Vorstandsvorsitzende der Müritz-Sparkasse, Andrea Perlick, der Vorsitzende des Fördervereins, Günter Rhein, und Pastorin Anja Lünert bei der Übergabe der Förderzusage für die Restaurierung der Orgel in der Warener Georgenkirche. Miriam Brümmer
Kirchen

Viel Geld für den Erhalt der Warener Lütkemüller-Orgel

Dank einer großzügigen Spende könnte die Warener Georgengemeinde bald ihren Eigenanteil zusammenbekommen. Es fehlen jedoch noch die Zusagen weiterer Förderer.
Waren

Immerhin 52.000 Euro hatte die Warener Georgengemeinde bis zum Ende des vergangenen Jahres für die Restaurierung der Lütkemüller-Orgel gesammelt. Gestern gab es zum Jahresbeginn gleich eine Überraschung, denn die Vorstandsvorsitzende der Müritz-Sparkasse, Andrea Perlick, überreichte dem Vorsitzenden des „Fördervereins Kirchenmusik Waren – St. Georgen“ e. V., Günter Rhein, eine Förderzusage von der Müritz-Sparkasse und der Ostdeutschen Sparkassenstiftung für die Restaurierung der Orgel. Die Höhe des Betrages wurde nicht genannt, soll die Kirchengemeinde allerdings beim Erreichen des nötigen Eigenanteils ein ganzes Stück weiterbringen.

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Rhein betonte, dass Kirchenmusik heute mehr sei als Unterhaltung und musikalische Umrahmung von Gottesdiensten sowie besonderen Anlässen. „Gerade die Kirchenmusik in Waren hat in den Jahren nach der Wende einen unheimlichen Aufschwung erlebt und ist aus dem Kulturangebot der Stadt nicht wegzudenken.“ Sie sei keine Nische, sondern gehöre zu den tragenden Säulen in der städtischen Kulturlandschaft, fügte der Vereinsvorsitzende, Warens ehemaliger Bürgermeister, hinzu.

Kosten auf 320.000 Euro geschätzt

Enttäuscht zeigte er sich, weil der Bund sich aus der Förderung zurückgezogen habe. Das sei kein gutes Zeichen in einer Zeit, in der es auf Verständnis und gegenseitige Rücksichtnahme ankäme. Umso schöner sei es, „dass die Sparkassenstiftung in der Lage ist, solche Dinge zu fördern“, und dankte dafür Andrea Perlick. „Die Lütkemüller-Orgel ist etwas sehr Besonderes. Dass dieses kulturelle und historische Erbe bewahrt wird, ist uns ein großes Anliegen,“ so die Vorstandsvorsitzende der Müritz-Sparkasse bei der Übergabe. „Umso mehr freut es uns, dass dieses Vorhaben das Landeskuratorium der Ostdeutschen Sparkassenstiftung überzeugt hat.“ Zuvor habe der Kirchenälteste, Dr. Gunter Lüdde, sie überzeugt. Das sei ein sehr schöner Auftakt für das Sparkassenjahr, meinte sie.

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Die Kosten für die Sanierung der Orgel werden inzwischen auf 320.000 Euro geschätzt. Sie sollen zu einem Drittel durch Eigenmittel der Kirchgemeinde und je einem weiteren Drittel vom Kirchenkreis Mecklenburg und dem Land Mecklenburg-Vorpommern finanziert werden. Wie Pastorin Anja Lünert informierte, fehlen die Zusagen der übrigen Förderer noch. Für sie sei es wichtig, dass der Eigenanteil gestemmt werden könne, und bezeichnete das Erreichte als großartig und ist überzeugt, dass auch der Rest des Weges geschafft wird.

Neuer Klang von der sanierten Orgel

Wenn es so weit ist, soll die Orgel komplett auseinandergebaut werden. Dazu wird sie eingerüstet. Es seien weniger die Pfeifen, sondern mehr die dahinterliegende Mechanik, die kaputt ist, informierte Anja Lünert. Auch der Blasebalg müsse raus, sodass in dieser Zeit nicht gespielt werden kann. Möglich, dass dann erst viele Schäden zu sehen sein werden, vermuteten Lünert und Rhein.

Im Vorfeld hat sich ein erfahrener Orgelbauer das Instrument angesehen, und die Schäden eingeschätzt. Wie Günter Rhein informierte, wurde nach der Wende der Prospekt, also das äußere Erscheinungsbild, überarbeitet. Das sei jedoch nur ein kleiner Teil. Der Großteil befinde sich dahinter. Am Ende der Arbeiten soll am Klang zu hören sein, dass die Orgel grundsaniert wurde. Das ist zumindest die Hoffnung des Fördervereinsvorsitzenden Rhein.

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