Festival-Fazit
Viele Drogenfahrer in erster Fusion-Abreisewelle erwischt

Die Party ist vorbei. Der Großteil der Besucher ist laut Polizei aber noch auf dem Gelände.
Die Party ist vorbei. Der Großteil der Besucher ist laut Polizei aber noch auf dem Gelände.
Matthias Schütt

Die Party in Lärz ist vorbei. Das Abreisen beginnt. Nicht alle, die sich ans Steuer setzen, dürfen auch fahren. Die Polizei fischte viele Fahrer raus.

Die Party ist vorbei. Bis aber die Ruhe wieder in Lärz einzieht, wird es noch dauern. Denn nach Schätzung der Polizei waren am Montagabend noch gut 50.000 Besucher auf dem Fusion-Gelände. Wo am Wochenende noch rund 70.000 Besucher zwischen Hangars und alter Landebahn feierten, ist jetzt das große Aufräumen angesagt. „Damit haben wir noch ein paar Tage zu tun. Aber zum Glück gibt es so viele ehrenamtliche Unterstützer, die uns dabei helfen“, heißt es aus dem Organisationsteam des Festivals.

Für Ordnung auf dem Gelände sorgen die Veranstalter. Für Ordnung auf den Straßen viele Polizeibeamte. Die Abreise-Welle rollt seit Montag in alle Himmelsrichtungen. 100 Beamte kontrollierten am Montag von 10 Uhr bis spät in die Nacht an der B 198 auf dem Parkplatz Vipperower Heide, in Mirow am Kick-Markt und auf dem Autobahnrastplatz Eldetal auf der A 19.

Kontrollen bis Mittwoch

Dabei wurden 90 Fahrten unter Drogeneinfluss, sowie 120 Fälle von Drogenbesitz festgestellt, wie Danilo Kohagen vom Polizeihauptrevier Neustrelitz informierte. Gut die Hälfte der Fahrer, die unter Drogen standen, hatten auch was im Auto dabei und das, obwohl die Polizeikontrollen den Veranstaltern und Besuchern bekannt sind. „Wir achten auf körperliche Symptome und nehmen dann Speichel- oder Urintestes vor. Die geben uns einen Hinweis, welche Drogen konsumiert wurden“, sagt Danilo Kohagen.

Bei den Kontrollen wird dann auch eine Blutprobe durch einen Arzt entnommen. Dabei wurden Substanzen wie Marihuana, Amphetamine und Kokain festgestellt. Einige von denen, die der Polizei ins Netz gingen, tauchen mit Drogenverstößen bereits namentlich im Informationssystem der Polizei auf. Die Kontrollen werden laut Polizei noch bis Mittwochfrüh weitergehen. Zu einem kurzen Stau kam es am Montag in Mirow.