RADRENNEN

Viele Helfer machen das Auftanken auf der Seenrunde möglich

Am Freitag fällt der Startschuss für die Mecklenburger Seenrunde. Ihr Erfolg hängt auch an den Helfern. Die sorgen dafür, dass es keine Durststrecke wird.
Ingmar Nehls Ingmar Nehls
Rund 30 Helfer des Feuerwehrfördervereins Nossentiner Hütte waren im Schichtdienst im Einsatz.
Rund 30 Helfer des Feuerwehrfördervereins Nossentiner Hütte waren im Schichtdienst im Einsatz. Petra Konermann
30 Kilo Pflaumenmus, 2400 Stullen, 190 Kilo Bananen und 430 Tafeln Schoki wurden u. a. in Schwarz gefuttert .
30 Kilo Pflaumenmus, 2400 Stullen, 190 Kilo Bananen und 430 Tafeln Schoki wurden u. a. in Schwarz gefuttert . Christin Druehl
Schwarze Nacht in Schwarz. Das neue Depot kam bei den Teilnehmern gut an.
Schwarze Nacht in Schwarz. Das neue Depot kam bei den Teilnehmern gut an. Christin Druehl
Das Depot in Schwarz wurde im vergangenen Jahr fast überrollt. Für den Samstag ist man entsprechend gut vorbereitet.
Das Depot in Schwarz wurde im vergangenen Jahr fast überrollt. Für den Samstag ist man entsprechend gut vorbereitet. Christin Druehl
Schwarz.

Das wird Thomas Bruder nicht noch mal passieren. Panisch klapperte der Feuerwehrmann im vergangenen Jahr die Supermärkte in der Nähe von Schwarz ab und plünderte die Schokoladenvorräte. Denn in der Nacht hatten die Teilnehmer der Mecklenburger Seenrunde ganz schnell sämtliche Tafeln am Depot in Schwarz aufgefuttert und Thomas Bruder musste Nachschub besorgen. Jetzt heißt es volle Schokoladenoffensive für die MSR. 430 Tafeln liegen bereit „Ich hoffe, das reicht“, sagt der Schwarzer Depot-Chef.

Wenn am Freitagabend im Neubrandenburger Kulturpark der Startschuss für die sechste Mecklenburger Seenrunde fällt, mit so vielen Teilnehmern wie nie, dann wird an den Versorgungsstationen rund um die Müritz schon fleißig gearbeitet. Denn viele ehrenamtliche Müritzer sorgen dafür, dass die 300 Kilometer lange Runde nicht zur Durst-und Hungerstrecke wird und sich die Gäste aus aller Welt wohl führen.

Das Wetter verändert das Essverhalten der Fahrer

Wo halten wie viele Radfahrer an, um sich zu stärken? Das weiß das Organisationsteam um Detlef Koepke vorher nie genau. Aus den Vorjahren gibt es natürlich Erfahrungen, aber sobald das Wetter anders ist und das Feld schnell vorankommt, kann es sein, dass an einem Versorgungspunkt nur wenige halten, weil der Großteil gleich zum nächsten Depot durchfährt. So muss manchmal mitten in der Nacht kurzfristig nachgesteuert und Obst und Käse von einem Depot zum anderen gefahren werden.

Voll ins Schwarze haben Detlef Koepke und sein Team mit dem Depot in Schwarz getroffen. Anlässlich der 5. Seenrunde wurde die Streckenführung verändert und die Teilnehmer nach Schwarz geschickt, wo sie sich richtig wohl fühlten. Etwa 50 Leute helfen mit, kaum einer im 360-Seelen-Dorf, der nicht mit anpackt.

Ein Lagerfeuer zum Aufwärmen

Am Freitagmittag werden die Zelte aufgebaut. Ab 23.30 Uhr wird das Depot eröffnet und bleibt bis 13 Uhr am Samstag Anlaufpunkt. Im Vorjahr ließen ganz viele Starter, die Samstagfrüh losfuhren, das Neustrelitzer Depot aus und dafür machten unerwartet viele in Schwarz ihre Pause. „Da waren dann 1000 Leute auf dem Gelände. Das war schon ganz schön wild“, sagt Thomas Bruder.

Was bei den Radsportlern gut ankam, war das große Lagerfeuer, an dem sich die Helden der Nacht, aber auch die Fahrer am Morgen wärmten und versammelten. „Das wird es wieder geben. Durch den Regen sollte die Waldbrandgefahr auch nicht dazwischen kommen“, sagt Bruder. Neben den 430 Tafeln Schokolade warten auch noch 190 Kilo Bananen, 2400 Stullen, 30 Kilogramm Pflaumenmus, 15 Kilo Salami und 21 Kilogramm Käse auf die hungrigen Sportler.

Obstsalat für Hunderte Fahrer

Ein Depot, an dem immer alle Pause machen, ist der Hof der Familie Maiweg in Alt Schönau. Von Anfang an haben Axel Maiweg, seine Frau Michaela und die Söhne Alexander und Leonard die Seenrunde unterstützt und die Tore geöffnet. Die Gastfreundschaft und die großzügige Fläche mit vielen Liegewiesen haben sich unter den Fahrern herumgesprochen.

Zum sechsten Mal heißt es Obst schnippeln und Schnitten schmieren im Akkord. Der frische Obstsalat ist bei den Radlern beliebt und logistisch eine Meisterleistung. Vor allem die Orangen, die abgepult werden müssen. Am Freitag beginnen die Maiwegs die 26 mal 48 Meter große Mehrzweckhalle einzuräumen, in der normalerweise Maschinen stehen. Im ersten Tor wird ein Massagebereich eingerichtet, im zweiten die Lebensmittelausgabe und im dritten gibt es Sitzbänke.

200 Kilo Bananen verputzt

Erfahrungsgemäß treffen die ersten Fahrer in der Nacht zu Sonnabend kurz nach 3 Uhr in Alt Schönau ein. Das Hauptfeld kommt zwischen 13 und 15 Uhr. Wer auf die Hofeinfahrt der Maiwegs einbiegt, hat schon 229 Kilometer in den Beinen und richtig Hunger. Auf der Verpflegungsliste im Vorjahr standen 200 Kilo Bananen, 30 Kuchenbleche, 160 Kilo Melonen, 150 Kilo Orangen, 30 Kilo Salami, um nur ein paar Posten zu nennen.

Auch in Röbel, Nossentiner Hütte und Penzlin gibt es Depots, an denen die Fahrer von vielen Helfern versorgt werden.

Sei Aschenbrödel! - Dein personalisierbares Märchenbuch zum Film!

Kommende Events in Schwarz

Stadt. Land. Klassik! - Konzert in Schwarz

zur Homepage