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Stundenlange Vollsperrung der A19 an der Petersdorfer Brücke

Ein mit Stahl beladener Lastwagen blockiert nach einem Unfall an der Dauerbaustelle Petersdorfer Brücke bei Malchow die Autobahn 19 (Berlin-Rostock).
Ein mit Stahl beladener Lastwagen blockiert nach einem Unfall an der Dauerbaustelle Petersdorfer Brücke bei Malchow die Autobahn 19 (Berlin-Rostock).
Susan Ebel

Ein Lastwagen fuhr auf der A19 zu schnell in die Dauerbaustelle an der Petersdorfer Brücke. Der mit Stahl beladene Transporter geriet auf die Mittelleitplanke. Nun sind die Bergungsarbeiten beendet.

Ein Lkw-Unfall hat die wichtigste Verkehrsader zwischen Berlin und der Ostsee - die Autobahn 19 - am Montag bei Malchow (Kreis Mecklenburgische Seenplatte) stundenlang lahmgelegt. Ein mit schweren Stahlteilen beladener Lastwagen war in Richtung Berlin vor der zweispurigen Baustelle Petersdorfer Brücke auf die mittlere Betonleitwand aufgefahren, wie ein Polizeisprecher erklärte. Die Autobahn musste rund fünf Stunden in beiden Fahrtrichtungen gesperrt bleiben und konnte erst gegen 13 Uhr wieder freigegeben werden.

Entstandener Sachschaden wird auf 30.000 Euro geschätzt

Bei dem Unfall wurde der Sattelzug so stark beschädigt, dass er erst mit einem Kran entladen und dann in zwei Teilen geborgen werden musste. Verletzt wurde niemand. Der Lastwagen hatte rund 21 Tonnen Stahl geladen.

Nach ersten Untersuchungen war der 59 Jahre alte ukrainische Lkw-Fahrer deutlich zu schnell unterwegs. An der engen Brückenbaustelle und den in beiden Fahrtrichtungen nur einspurigen Einfahrten sind maximal 40 Stundenkilometer erlaubt. Der Lkw soll doppelt so schnell gefahren sein. Zuvor hatte der Fahrer angegeben, vom Gegenverkehr geblendet worden zu sein. Der Schaden wurde auf mehr als 30.000 Euro geschätzt.

Bauzeiten haben sich um jeweils ein Jahr verlängert

Die erste Teilbrücke der Autobahn über den Petersdorfer See soll bis zum Sommer 2018 fertig sein. Dann soll der Verkehr in beiden Richtungen wieder auf je zwei Spuren verlaufen. Danach soll die zweite sanierungsbedürftige Teilbrücke bis 2020 abgerissen und neu gebaut werden. Die Bauzeiten hatten sich um je ein Jahr verlängert, weil es Probleme mit dem sandigen Baugrund gab. Die neuen Brücken sind mit mehr als 50 Metern etwa doppelt so tief gegründet wie die ersten Brücken aus den 1970er und 1980er Jahren.

Auf der Autobahn 20 bei Tribsees hat Mecklenburg-Vorpommern wegen eines abgebrochenen Fahrbahnabschnitts derzeit eine weitere Baustelle mit Dauerstau und Gründungsproblemen.