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Von Anton bis Zylinder: Warener neu aufgereiht

Vor allem Mario Fischer vom Städte-Verlag freut sich über das neue Adress-Buch der Stadt. Foto: Silke Voß  
Vor allem Mario Fischer vom Städte-Verlag freut sich über das neue Adress-Buch der Stadt. Foto: Silke Voß  

Wer sich nicht rechtzeitig dagegen hat sperren lassen, findet sich jetzt samt Namen und Adresse im neuen Adressbuch der Stadt Waren wieder. Wo kommen die Daten her, was passiert mit ihnen? Die Broschüre ist jetzt öffentlich präsentiert worden.

Das neue Adressbuch der Stadt Waren versammelt 16 177 volljährige Müritzstädter von A bis Z. Selbst schuld, wer sich nicht einreihen mäßig seiner Bürgerpflicht nachgekommen  hätte regelmäßig das städtische amtliche Wochenblatt gelesen. Denn darin sei er mehrfach darüber informiert worden, so Bürgermeister Günter Rhein, dass er jederzeit beim Einwohnermeldeamt von seinem Recht aufs Sperrvermerk Gebrauch machen könnte.

Dies hätten im Vorfeld erstaunlich viele getan, weit mehr als noch im Jahr 1996, als das erste Adressbuch Warens erschienen war. Erinnert sich Liane Klischewsky von der Stadtverwaltung am Dienstag bei der Präsentation der im süddeutschen Städte-Verlag erschienenen Broschüre. Jetzt dürfte jedem Haushalt eine Postkarte in den Briefkasten geflattert sein, wo dies Heft für eine sogenannte Schutzgebühr von vier Euro zu haben sei: Nämlich in der Stadtverwaltung sowie den Buchhandlungen Wilke und müritz.buch Waren.

Hier indes, so Buchhändler Stefan Dahlmann, hätte es bereits einige besorgte Anrufer gegeben, die wissen wollten, wie sie nun wieder aus dem Buch gelöscht werden können. Hätten die Einwohner nich auch genauso vorher angeschrieben werden können? Ob jeder eigens gefragt werden muss, sei von Gesetzes wegen Ländersache, hat sich Mario Fischer vom Städte-Verlag informiert. In MV jedenfalls reichten öffentliche Bekanntmachungen aus. Zudem: Ein solch aufwändiges Prozedere hätte dieses Buch nie erscheinen lassen. Die Daten übrigens würden vom Einwohnermeldeamt stammen, ausschließlich für diesen Zweck verwendet und danach gelöscht, hieß es weiter.

Zudem enthält das Heft neben einigen kurzen kleingedruckten Informationen zur Stadtgeschichte eine Auflistung von Vereinen etc., ein Branchenverzeichnis für Gewerbetreibende und einen faltbaren Stadtplan mit einigen Radwanderwegen. Das in Zusammenarbeit mit der Stadt erschienene Buch habe diese nichts gekostet, auch für die Gewerbetreibenden sei der Eintrag kostenlos gewesen, außer den Anzeigen.