Achtung im Nationalpark

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Von Brunft geschwächter Hirsch taumelt auf die Straße

Hirsch und Auto auf einer Straße - das kann gefährlich werden - also Obacht.
Hirsch und Auto auf einer Straße – das kann gefährlich werden – also Obacht.
Martina Fuhrmann

Ein kapitaler Rothirsch hatte sich am Dienstag auf die Straße bei Speck gewagt. Ungewöhnlich, so die Experten. Und nicht ungefährlich.

Nationalpark-Rangerin Martina Fuhrmann gelang am Dienstag in Speck ein Schnappschuss von einem kapitalen Hirsch mitten auf der Straße, ein Auto kommt ihm entgegen. Das Foto zeige, so Nora Künkler vom Nationalparkamt Müritz, dass Wildtiere im Herbst wieder sichtbarer werden, wenn es Jagdruhezonen gibt – wie eben dort in der Umgebung von Speck.

Revierleiter Johannes Herweg hatte das Foto vom Hirsch in Augenschein genommen und festgestellt, dass das Tier vermutlich von der Brunft geschwächt ist. Eine Verletzung war aber nicht zu erkennen. „Von Damhirschen und Rehen kennen wir das Verhalten, für Rothirsche ist das eine neue Situation, sich am Grün im Straßengraben gütlich zu tut. Aber wenn sich die Tiere sicher fühlen, wieso nicht”, sagt Nora Künkler.

Ihr Appell an Besucher: Auch wenn so ein kapitaler Hirsch faszinierend ist, trotzdem nicht zu nah herangehen oder Fotoversuche wagen. „Die Tiere werden dadurch natürlich doch etwas beunruhigt und müssen von ihren ohnehin schon aufgebrauchten Energiereserven zehren”, erklärt sie.