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Vorsicht Autofahrer! Die Rehe sind los

Meist passieren Wildunfälle in der Nähe von Wäldern oder Feldern. Doch mittlerweile scheinen sich die Vierbeiner auch an Stadträndern aufzuhalten. An Straßenverkehrsregeln halten sie sich aber nicht.

Ein trauriger Anblick: Der junge Rehbock, den es Sonnabendfrüh bei einem Unfall erwischte, lag in den Mittagsstunden noch am Unfallort.
Nadine Schuldt Ein trauriger Anblick: Der junge Rehbock, den es Sonnabendfrüh bei einem Unfall erwischte, lag in den Mittagsstunden noch am Unfallort.

An Frühjahrsmüdigkeit leiden die Rehe garantiert nicht. So lief ein junge Rehbock am frühen Sonnabendmorgen gegen 5 Uhr in Waren Am Seeufer, auf Höhe der Kulturkneipe Flomala, über die Straße und knallte dort heftig mit einem Pkw zusammen. Das Tier verendete noch an der Unfallstelle. Allerdings wurde es von dort nicht sofort weggeschafft, sondern lag noch bis in die Mittagsstunden auf einer Rasenfläche nahe des Gehweges und der Straße Am Seeufer. Klar, dass dort der eine oder andere Passant den toten Rehbock etwas genauer unter die Lupe nahm. Für einige Jugendliche war das Tier wohl sogar so "interessant", dass sie es mit ihrem Handy fotografierten. Allerdings meldeten sich auch einige Passanten bei der Polizei und wiesen auf den noch nicht abgeholten Vierbeiner hin.

Bereits am Freitagabend gegen 21.15 Uhr starb ein weiteres Reh bei einem Unfall. Es wollte über die L 20 hinter Cramon laufen, als es mit einem Pkw zusammenstieß. Der Wagen war in Richtung Vollrathsruhe unterwegs. Das Tier verendete noch an der Unfallstelle.

Mehr Glück hatte wohl ein Reh, dass am späten Freitagabend gegen 23.30 Uhr mit einem Transporter auf der B 193, kurz vor Penzlin, zusammenstieß. Der zähe Vierbeiner schien nach dem Unfall keine größere Blessuren davongetragen zu haben, denn er lief einfach weiter. An den Autos entstand  bei diesen Wildunfällen geringer Sachschaden, es wurde kein Mensch verletzt.