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Waren oder Röbel?

Die Mitglieder des regionalen Dehoga-Verbandes geben keine Ruhe: Sie kritisieren den Tourismusverband weiter und wollen über einen neuen Geschäftsstellensitz diskutieren.

Hans-Jürgen Pingel
Petra Konermann Hans-Jürgen Pingel

Behält der Tourismusverband Mecklenburgische Seenplatte seinen Sitz in Röbel oder soll er doch umziehen? Nach einem jüngsten Mitgliederbeschluss des Tourismusverbandes soll der Sitz in Röbel bleiben. Mitglieder des regionalen Dehoga-Verbandes, die auch Mitglied im Tourismusverband sind werfen jedoch dessen Vorsitzenden vor, nicht mit offenen Karten gespielt zu haben.

Über einen anderen Geschäftsstellensitz habe es lange und ausführliche Diskussionen gegeben, erklärten Gert Schröter, Mitglied des Vorstandes der Dehoga Müritz, und Hans-Jürgen Pingel, Präsidiumsmitglied des MV-Landesverbandes der Dehoga, jetzt gegenüber dem Nordkurier. Denn während in der Satzung Waren als Hauptsitz des Tourismusverbandes benannt ist, kann von einem Umzug nicht die Rede sein. "Und das obwohl es Alternativen gegeben hat, die sogar in einem Vorvertrag mündeten. Aber darüber wurden die Mitglieder des Tourismusverbandes nicht informiert ", erklärte Hans-Jürgen Pingel. Denn das Überbetriebliche Ausbildungszentrum (ÜAZ) in Waren sei lange als neuer Geschäftsstellensitz in der Diskussion gewesen. "Der Sitz in Waren hat gerade mit Blick auf einen größeren Tourismusverband nach der Fusion mit dem der Mecklenburger Schweiz wesentliche Vorteile. Waren liegt in dem riesigen Gebiet zentraler", ist Gert Schröter überzeugt. Zudem böte das ÜAZ Möglichkeiten für Tagungen, Konferenzen und Lagermöglichkeiten für das umfangreiche Prospektmaterial des Tourismusverbandes.

Wolf-Dieter Ringguth, gewählter Vorsitzender des Tourismusverbandes Mecklenburgische Seenplatte, weist die Vorwürfe der Dehoga zurück. Für ihn kommt die Kritik während der ohnehin schwierigen Fusionsphase nicht nur zur Unzeit. Er betont, dass es nach wie vor gute Gründe für einen Geschäftstellensitz des Verbandes in Röbel gebe. Da sei vor allem der Mitpreis, der für Röbel und gegen das ÜAZ spräche."