Computerpanne
Waren sagt Ausschusssitzungen ab

Seit Freitag wird laut Bürgermeister Möller an der Behebung der Serverprobleme im Warener Rathaus gearbeitet. Am Montagnachmittag waren die Probleme behoben.
Seit Freitag wird laut Bürgermeister Möller an der Behebung der Serverprobleme im Warener Rathaus gearbeitet. Bis Montagmittag waren die Probleme noch nicht behoben.
Franziska Gabbert

Drei wichtige Ausschusssitzungen in Waren müssen in dieser Woche abgesagt werden. Der Grund liegt in einem Computerproblem der Stadtverwaltung. Bürgermeister Möller ist zwar selbst „stinksauer”. Doch auch die Kritik an der Verwaltung lässt nicht auf sich warten.

Eigentlich hätten in der Stadt Waren in dieser Woche drei wichtige Ausschusssitzungen der Stadtvertreter auf dem Plan gestanden. Am Montag wurden allerdings sowohl der Umweltausschuss als auch der Stadtentwicklungs- und der Finanzausschuss abgesagt. Der Grund: Im Rathaus gibt es seit Ende letzter Woche technische Probleme mit dem Internetserver, deshalb konnten die Ladungen nicht mehr fristgemäß an die Ausschussmitglieder versandt werden. Auch die interessierte Öffentlichkeit konnte die Tagesordnung der Sitzungen nicht einsehen, weil das Ratsinformationssystem nicht funktioniert

Ganzer Rattenschwanz an Problemen

Deshalb hat das Rathaus am Montagvormittag nun alle Ausschussmitglieder informieren müssen, dass alle Termine abgesagt sind, bestätigte Bürgermeister Norbert Möller (SPD) dem Nordkurier. Nun werden neue Einladungen verschickt werden müssen. Er selbst sei „erbost und stinksauer”. Denn die geplatzten Termine ziehen einen „ganzen Rattenschwanz an Problemen” nach sich. Die durchweg ehrenamtlich tätigen Ausschussmitglieder hätten sich die Zeit freigeschaufelt, nun müssen sie sich auf neue Termine einstellen. Möglicherweise müsse auch der Hauptausschuss am 7. Februar verlegt werden. Ein Problem sei in dieser Hinsicht auch, dass in der kommenden Woche die Winterferien beginnen.

Kritik an mangelndem Controlling

Die Mitglieder des Stadtentwicklungsausschusses wollten sich am Dienstagabend die Grundschule „Käthe Kollwitz” ansehen und danach unter anderem über die Investitionspläne der Stadt in Sachen Inklusion diskutieren, sagt der Ausschussvorsitzende Ralf Schütze (SPD). Auch die Kurabgabensatzung, der Bebauungsplan für einen Norma-Markt und ein Spielplatz am Warenshöfer Weg standen auf dem Plan. Nun werde es voraussichtlich – trotz der Ferien – einen neuen Termin in zwei Wochen geben. Eine „Schuld” wolle er dem Rathaus nicht geben, so Schütze. Eine Computerpanne könne immer mal passieren. Ihn ärgere aber, dass das Controlling nicht funktioniert habe.

Schnur schlägt schärferen Ton an

Einen schärferen Ton schlägt Stadtvertreter Toralf Schnur (FDP) an. Für ihn habe die Verwaltung hier komplett versagt. „Ein Paradebeispiel für die Leistungsfähigkeit der Verwaltung”, sagt er. Bei einer solchen Computerpanne müsse es einen „Plan B” geben, der dann greift – den habe man aber anscheinend nicht. Laut Schnur habe er selbst erst den Bürgermeister am Montagvormittag auf das Problem der nicht fristgemäßen Ladung und des nicht funktionierenden Ratsinformationssystems aufmerksam gemacht und Beschwerde eingelegt. Es sei „mittlerweile wirklich bezeichnend, dass nicht einmal mehr die einfachsten Dinge, wie beispielsweise eine Ladung für die Einwohnerinnen und Einwohner im Internet zu veröffentlichen, funktionieren”, schrieb er an Norbert Möller.

 

 

Kommentare (1)

Wie er Herr so das Gescherr. Peinlich hoch drei. Aber was will man denn von solche einem Beamten und seinem Gefolge sonst erwarten??