:

Waren schafft Platz für bauwillige Familien

Anfragen für Baugrundstücke gibt es genug, nur bedienen kann sie die Müritzstadt nicht. Doch bis 2025 sollen brach liegende Flächen neu gestaltet werden. Aber wo?

Noch ist kaum vorstellbar, dass in knapp zwei Jahren auf dieser Fläche nahe des Waupack-Sees an die 100 Wohngrundstücke existieren sollen.
Nadine Schuldt Noch ist kaum vorstellbar, dass in knapp zwei Jahren auf dieser Fläche nahe des Waupack-Sees an die 100 Wohngrundstücke existieren sollen.

Die Stadt Waren ist in der Bredouille. Zumindest was das Angebot an Baugrundstücken für Einfamilienhäuser betrifft. „Derzeit ist die Nachfrage sehr groß“, gesteht Bauamtsleiter Gunter Lüdde. Die Stadt könne nicht alle Anfragen sofort bedienen, fügt er hinzu. Allerdings gebe es noch einige Baulücken im Innenstadtgebiet. Doch seien das keine stadteigenen Grundstücke mehr, fügt Lüdde hinzu. Eine unbefriedigende Lage sowohl für die Familien als auch für die Stadt. Deswegen schafft Waren nun Abhilfe - auch im Wissen um das so genannte Integrierte Stadtentwicklungskonzeptes (ISEK). Es sieht vor, bis etwa 2025 u.a. brach liegende Flächen neu gestalten.

So soll im östlichen Bereich des Papenberges in Richtung Waupack-See in der Zukunft Wohnbebauung möglich sein. 100 Grundstücke könnten dort auf der Fläche nahe des Nationalparks entstehen. Doch bis es soweit ist, muss zunächst noch ein Bebauungs- sowie ein Erschließungsplan erstellt werden. „Wir müssen auch die Finanzierung absichern“, sagt der Amtsleiter. Er rechnet frühestens im Jahr 2017 mit einer Erschließung. Für Planungsunterlagen, Vermessung sowie Gutachten werden 34 500 Euro schon 2015 fällig.

Ein Privateigentümer soll sich um Erschließung kümmern

Auch im Bereich Warensberg, an der Gievitzer Straße, könnten Familien künftig ihr Häuschen bauen. Dort will die Stadt ebenfalls Land für Wohnbebauung schaffen - und zwar in Größenordnungen. 325 Baugrundstücke sollen auf diesem Areal entstehen. Gunter Lüdde rechnet damit, dass dort in den kommenden zwei Jahren Baurecht geschaffen werden kann. Zudem werde die Stadt hier nur den Bebauungsplan erstellen. Ein Privateigentümer solle sich dann um Erschließung, Vermarktung und den Verkauf kümmern.

Wesentlich schneller könnte es auf der Fläche Am Wiesengrund gehen. Dort wurde bereits Platz für 40 Grundstücke geschaffen. „Die sind schon überwiegend bebaut, sowohl von älteren als auch von jüngeren Leuten“, sagt Gunter Lüdde. Dort werden aber noch mehr Grundstücke entstehen. Die Bauarbeiten für die Erschließung sollen im Frühjahr starten, die Stadt nimmt dafür 360 000 Euro in die Hand.

In Malchow sind Grundstücke in zwei Wohnbaugebieten, in der Schulstraße sowie im Bereich des Kurgartens vorhanden. „Unser Prinzip ist, immer Flächen für Wohnbebauung im Angebot zu haben“, sagt Malchows Bürgermeister Joachim Stein. Die Grundstücke werden Schritt für Schritt verkauft. In der Regel seien es Familien, aber auch etwas ältere Ehepaare, die eine Baufläche erwerben. 

In Penzlin ist genug Platz

Auch in Röbel können sich Familien noch niederlassen. In der bunten Stadt am kleinen Meer sind noch 18 Grundstücke zu haben. Die seien zwischen 450 und 1000 Quadratmeter groß, teilt Röbels Bürgermeister Heiner Müller mit. „Die Grundstücksanzahl ist nicht viel, so dass sich auch die Stadtvertretung bald über neue Flächen verständigen wird“, sagt Röbels Stadtoberhaupt.

Übersichtlich sieht die Lage dagegen in Penzlin sowie im Amt Penzliner Land aus. „In dem Wohngebiet Am Stadtsee sind zum Beispiel noch Flächen verfügbar, auch in Alt Rehse gibt es noch Platz in einem Wohngebiet ebenso im Amtsgebiet Krukow“, sagt Sven Rose, Bauamtsleiter vom Amt Penzliner-Land. Aber: Oft seien es junge Familien, die sich hier niederlassen.