STREIT UM ÖPNV

Waren zieht Vollbremse auch beim Stadtverkehr

Nicht nur bei „Müritz rundum“ soll sich nach dem Willen der Stadtvertreter was ändern. Auch der innerstädtische Nahverkehr steht in der Kritik.
Die Warener Stadtvertreter fordern vom Landkreis Seenplatte Veränderungen bei der Nahverkehrsversorgung.
Die Warener Stadtvertreter fordern vom Landkreis Seenplatte Veränderungen bei der Nahverkehrsversorgung. Eckhard Kruse
Waren.

Nicht nur beim Mobilitätsangebot „Müritz rundum“ fordern Warens Stadtvertreter deutliche Veränderungen. Auch der Stadtverkehr im Heilbad soll im Interesse der Bürger und Touristen verbessert werden. Teil des Beschlusses, der durch die Stimmen der CDU, FDP/MUG und AfD auf den Weg gebracht wurde, ist auch, dass Bürgermeister Norbert Möller (SPD) beim Landrat Heiko Kärger (CDU) vorstellig werden soll. Der Landkreis ist zuständig für den als ÖPNV.

Möller soll Kärger mitteilen, dass die Stadt Waren ab dem Jahr 2021 zur weiteren Verbesserung des Angebots im Stadtverkehr einen gerechten Ausgleich der Fahrplankilometer zwischen den kreislichen Mittelzentren im Nahverkehrsplan 2021 – 2026 erwartet, der dem hiesigen Versorgungsgebiet zur Verfügung gestellt wird.

Neustrelitz muss für viel mehr Kilometer gar nichts zahlen

„Eine weitere Bezuschussung mit städtischen Mitteln in Höhe von jährlich rund 57.000 Euro für das Grundangebot soll damit künftig entfallen“, erklärt der CDU-Fraktionsvorsitzende Ralf Spohr. So halte der Plan in Neustrelitz jährlich 537.247 Fahrplankilometer ohne eine städtische Bezuschussung vor, für Waren sind nur 135.470 Fahrplankilometer vorgesehen, wovon die Stadt etwa 48.000 Kilometer zusätzlich mit 55.000 Euro zu bezahlen hat. „Hier ist eine Gleichstellung zwingend herbeizuführen“, fordert Warens Finanz-Chef.

Auf die vorsorgliche Kündigung des Kooperationsvertrags von „Müritz rundum“ gab es am Freitag eine erste Reaktion aus dem Süden der Müritz. „Den Beschluss der Warener Stadtvertretung haben wir zur Kenntnis genommen und werden die daraus resultierenden Entwicklungen zunächst abwarten und dann intern prüfen und bewerten. Jetzt ist touristische Hauptsaison und hier werden wir für unsere zahlreichen Gäste auch unsere Kräfte bündeln“, sagte Röbels Bürgermeister Andreas Sprick (CDU) dem Nordkurier. Mit der Kündigung liegt der Ball nun bei den Partnergemeinden Klink, Röbel und Rechlin. Bisher zeigten sie kein Interesse, die Struktur zu Gunsten der Warener zu verändern.

Stadt. Land. Klassik! - Konzert in Waren

Kommende Events in Waren (Anzeige)

zur Homepage