Knackpunkt Ortsumgehung
Warener beschließen Lärmaktionsplan

Rund 70 interessierte Bürger verfolgten die Entscheidung der Stadtvertreter.
Rund 70 interessierte Bürger verfolgten die Entscheidung der Stadtvertreter.
Ingmar Nehls

Der CDU-Antrag, die Ortsumgehung sofort für den Bundesverkehrswegeplan anzumelden, fällt durch.

Selten hat eine Stadtvertretersitzung in Waren so viel Aufmerksamkeit wie die am Dienstagabend. Rund 70 Zuschauer waren zugegen, als die Abgeordneten ihren Beschluss zum neuen Lärmaktionsplan (LAP) der Stadt fassten.

Der Knackpunkt, der derzeit die Stadt wieder spaltet: Ein Antrag der CDU, der die „unverzügliche Antragstellung zur Aufnahme einer Ortsumgehung in den Bundesverkehrswegeplan” fordert. Diese Passage schaffte es am Ende aber nicht in den neuen LAP. Lediglich acht CDU-Vertreter und Ingo Warnke (MUG) stimmten dafür, alle anderen dagegen.

Ortsumgehung wird geprüft

Zuvor hatten sich mehrere Bürger in der Einwohnerfragestunde für die Ortsumgehung beziehungsweise dagegen ausgesprochen. Unter anderem wurde in der Diskussion vor Demokratieverdrossenheit gewarnt, wenn man das Bürgervotum aus dem Jahr 2013 einfach ignoriere.

Ganz abgeschlossen ist das Thema Ortsumgehung damit aber noch nicht. Auch ohne den CDU-Antrag sieht der LAP vor, die Wirkungen einer Ortsumgehung zu prüfen – nur nicht so eilig.