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Warener Gemeinde macht mal Pause

In St. Marien will man die Dinge für eine gewisse Zeit ruhen lassen...
In St. Marien will man die Dinge für eine gewisse Zeit ruhen lassen...
Andreas Becker

An der Müritz nimmt eine ganze Kirchengemeinde eine Auszeit und gönnt sich ein Sabbatjahr. Was wird aus Trauungen und Beerdigungen?

Vor einiger Zeit schrieb der Entertainer Hape Kerkeling über seine persönliche Auszeit das Buch „Ich bin dann mal weg“. Nun kann eine ganze Gemeinde keinen Pilgerweg antreten. Und doch ist es möglich, Dinge für eine gewisse Zeit ruhen zu lassen. Zu diesem Schritt hat sich die St. Mariengemeinde in Waren nach einem intensiven Diskussionsprozess entschlossen, teilte Pastor Leif Rother mit. „Nach bewegten Jahrzehnten der Gemeindearbeit gehen wir als Gemeinde mit dem neuen Kirchenjahr, vom ersten Advent 2013 bis zum Ewigkeitssonntag 2014, in ein Sabbatjahr“, so der Geistliche.

„Damit folgen wir einem biblischen Modell. Gott selbst ruhte am siebten Tag aus. In Anlehnung daran erinnert das 3. Gebot, dass auch wir Menschen nicht pausenlos aktiv sein können, sondern Zeiten der Ruhe benötigen“, begründet Leif Rother weiter. So wird es im Jahr 2014 keine Hörspielsaison in Federow geben. Im Gottesdienst wird es eine Konzentration auf eine Veranstaltung am Wochenende geben. Nur an hohen Festtagen werde dieses Prinzip verlassen. So versammelt sich die Gottesdienstgemeinde des Landbereiches im Winterhalbjahr mit im Stadtbereich. Alle Amtshandlungen aber – Taufen, Trauungen und Beerdigungen – können auch im Sabbatjahr in Anspruch genommen werden, sagte der Pastor.