SPENDEN GESUCHT

Warener Tafel sammelt süße Reste für arme Kinder

In den meisten Familien türmen sich derzeit die Süßigkeiten. Man hat sich zum Weihnachtsfest wieder viel zu reich beschenkt. Warum es nicht denen geben, die es brauchen und sich freuen?
Ingmar Nehls Ingmar Nehls
Wenn die Süßigkeitenberge größer sind als die kleinen Kinderhände, dann ist es schön und sinnvoll, es denen zu geben, die es brauchen.
Wenn die Süßigkeitenberge größer sind als die kleinen Kinderhände, dann ist es schön und sinnvoll, es denen zu geben, die es brauchen. Ingmar Nehls
Waren.

Der süße Rest vom Fest muss nicht bis Ostern Abend für Abend mit schlechtem Gewissen aufgenascht werden. Denn während es bei uns Süßigkeiten im Überfluss gibt, würden sich in anderen Ländern Menschen, denen es nicht so gut geht, darüber freuen. Auch in diesem Jahr sammelt die Warener Tafel wieder Süßigkeiten für Mädchen und Jungen in ukrainischen Kinderheimen und Krankenhäusern. Wer etwas übrig hat, kann dies am Freitag in der Zeit von 9 bis 16 Uhr in der Warener Tafel (Am Wiesengrund 2) in Waren abgeben.

Eine Familie kam extra aus Rostock

Dort holt es dann am Sonnabend Heinz Nitzsche ab, um es denen zu bringen, die wirklich nichts haben. Seit 16 Jahren gibt es die Zusammenarbeit zwischen dem ehemaligen Leiter des Diakonischen Zentrums in Serrahn und der Warener Tafel schon. Die Spendenbereitschaft an der Müritz war in den vergangenen Jahren immer so groß, dass ein Transporter nicht mehr ausreichte, um vom Schaukelpferd bis zum Stollen alle Geschenke ins ukrainische Mariupol zu bringen. Auch Plüschtiere und Spiele, Hosen, Jacken und Pullover waren in den vergangenen Jahren unter den Spenden. Eine Familie kam sogar extra aus Rostock, als sie von der Aktion hörte.

Mehr als 2000 Kilometer zu fahren

„Wir wollen in diesem Jahr nur um Süßigkeiten bitten“, sagt Tafel-Leiter André Rath. Heinz Nitzsche und seine Frau Martina werden dann alle Spenden sortieren, bevor sie sich auf den Weg machen, damit die Geschenke für die Kinder in der Ukraine pünktlich zum orthodoxen Weihnachtsfest am 6. Januar ankommen. Über Polen bis in die Ukraine muss das Ehepaar mehr als 2000 Kilometer zurücklegen. Ein großer Aufwand, der sich aber lohnt. „In die Gesichter der Kinder zu gucken, wenn sie ihre Geschenke in den Händen halten, ist unbezahlbar”, sagte Heinz Nitzsche.

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Kommentare (1)

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