Die Warenerin Louisa Hotzelmann (hinten rechts) ist mit Klimaaktivisten wie Greta Thunberg (ganz links und Dominika Lasota (ga
Die Warenerin Louisa Hotzelmann (hinten rechts) ist mit Klimaaktivisten wie Greta Thunberg (ganz links und Dominika Lasota (ganz vorne) und Mitstreitern aus der ganzen Welt in Glasgow. ZVG
Die globale Umweltbewegung „Fridays For Future“ hat während der Weltklimakonferenz für mehr Klimaschutz
Die globale Umweltbewegung „Fridays For Future“ hat während der Weltklimakonferenz für mehr Klimaschutz demonstriert. ZVG
Die Klimaaktivisten fordern eine Politik, die das Einhalten des Pariser Abkommens von 2015 ermöglicht.
Die Klimaaktivisten fordern eine Politik, die das Einhalten des Pariser Abkommens von 2015 ermöglicht. ZVG
Fridays For Future

Warenerin bei Klimakonferenz in Glasgow aktiv

Die UN-Klimakonferenz in Schottland geht zuende. Eine junge Frau aus Waren ist auch vor Ort – und ziemlich unzufrieden mit den bisherigen Ergebnissen.
Waren

Mehr als 20 Staaten suchen im schottischen Glasgow bei der 26. Klimakonferenz nach Lösungen, um den menschengemachten globalen Klimawandel in den Griff zu bekommen. Vor Ort ist auch Louisa Hotzelmann. Die Warenerin ist Mitglied verschiedener Arbeitsgruppen der Organisation „Fridays For Future“(FFF), hat bereits an der Müritz Klimademonstrationen angemeldet und durchgeführt und war in Berlin auf Großdemos der globalen Umweltbewegung. Nun ist sie für FFF Deutschland und FFF International in Glasgow und koordiniert dort unter anderem deren Öffentlichkeitsarbeit.

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Gemeinsam mit Klimaaktivisten wie „Fridays for Future“-Gründerin Greta Thunberg und Dominika Lasota aus Polen sowie weiteren Mitstreitern aus der ganzen Welt kämpft Louisa Hotzelmann dafür, dass die Ziele des Pariser Klimaabkommens von 2015 eingehalten werden. Das Abkommen sieht beispielsweise vor, die Erderwärmung auf deutlich unter zwei Grad Celsius, möglichst sogar 1,5 Grad Celsius im Vergleich zum Zeitalter vor der Industrialisierung zu begrenzen.

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„Wir fordern, dass die deutsche Regierung die Pariser Klimaziele einhält“, sagte Louisa Hotzelmann noch vor ihrer Abreise aus Deutschland. Doch die 21 Jahre alte Studentin und viele andere Aktivisten sind mittlerweile einfach nur noch frustriert: „Weil einfach nichts passiert und wir die Hoffnung verlieren, dass sich die Klimapolitik weltweit noch ändern wird“, wie sie dem Nordkurier sagte.

Ärger über deutsche Koalitionsparteien

Es störe sie, dass die Präsidenten Joe Biden (USA), Emmanuel Macron (Frankreich) und auch die deutsche Regierung wie viele andere einflussreichste Länder nur Versprechen abgeben würden. Die Koalitionsgespräche der deutschen Parteien wären nach ihrer Ansicht ein perfekter Zeitpunkt gewesen, sich per Koalitionsvertrag zu verpflichten, das 1,5-Grad-Ziel einzuhalten.

Das dies nicht geschehen ist, kritisiert sie: „Wir finden es lächerlich, wenn Deutschland hierherkommt und erzählt, wie viel für den Klimawandel gemacht werden soll und gleichzeitig schreiben sie das nicht mal in einen Vertrag“, macht die Aktivistin ihrem Ärger Luft. Mit weiteren Aktionen soll dieses Klimaziel weiter eingefordert werden. Unterstützung dafür gibt es von Prominenten wie Eckart von Hirschhausen oder den Schauspielerinnen Katja Riemann und Luisa-Céline Gaffron.

Nachdem Louisa Hotzelmann in der zurückliegenden Woche bei den Demonstrationen aktiv war, nahm sie in dieser Woche an Veranstaltungen und Verhandlungen der Klimakonferenz teil. Besonders beeindruckt hätten sie die Reden der Menschen aus dem globalen Süden, die von den bisherigen Auswirkungen des Klimawandels stärker betroffen sind und das, obwohl sie am wenigsten mit der Verbrennung fossiler Brennstoffe zu tun haben. Dürren erschweren dort die Landwirtschaft und damit die Versorgung der Bevölkerung mit Lebensmitteln. Naturkatastrophen sind ein weiteres Problem.

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