Rechtliche Schritte erwogen
Warens Bürgermeister öffentlich beleidigt

Norbert Möller
Norbert Möller
NK ARCHIV

Während der öffentlichen Stadtvertretersitzung diffamierte eine Vertreterin der Bürgerinitiative „Pro Ortsumgehung“ Warens Rathauschef Norbert Möller. Der behält sich nun rechtliche Schritte vor.

Da hat sie sich gehörig im Ton vergriffen: Während der üblichen Einwohnerfragestunde bei der Warener Stadtvertretung trat Marlies F. von der Bürgerinitiative Pro Ortsumgehung an das Saalmikrofon und wollte sich eigentlich zur aktuellen Fortschreibung des Warener Lärmaktionsplans und die Frage der Ortsumgehung für die Müritzstadt äußern. Dann aber begann sie den Bürgermeister Norbert Möller (SPD) öffentlich zu beschimpfen und zu beleidigen. Unter anderem wortwörtlich als „Versager“, der er  auch in seinen früheren Tätigkeiten schon gewesen sei.

Während der Sitzung blieb Möller selbst gelassen, kündigte lediglich kurz an, sich rechtliche Schritte vorzubehalten. Allerdings ergriff Stadtvertreter Volker Seemann (SPD) am Ende der Sitzung das Wort. Er zeigte sich persönlich sehr betroffen über die Äußerungen von Marlies F. – sie habe die Einwohnerfragestunde missbraucht und nicht nur den Bürgermeister, sondern auch die Stadtvertretung diffamiert.

Einen Tag später folgte die Entschuldigung

Denn alles, was sie dem Bürgermeister in Sachen Ortsumgehung vorwerfe, sei eigentlich an die Stadtvertretung gerichtet, denn diese sei es, die das Handeln des Bürgermeisters bestimme. Im übrigen habe Möller seit der Wende auch als ehrenamtlicher Politiker die Stadtpolitik vorangetrieben – und als Lehrer sowie Schulleiter gute Arbeit geleistet und Wertschätzung erfahren, so Volker Seemann. Der SPD-Mann erntete zustimmendes Klopfen aus allen Fraktionen für seine Worte.

Marlies F. entschuldigte sich einen Tag später bei Möller für ihre Äußerungen. Seit einem Unfall könne sie sich manchmal nicht beherrschen, führte sie danach gegenüber dem Nordkurier als Erklärung für ihr Verhalten an.

Schon zuvor in einer E-Mail beschimpft

Auf Nachfrage sagte Möller, dass in der Demokratie jeder für seine Sache streiten könne, das sei ganz normal – natürlich auch emotional, „aber nicht in dieser Art und Weise“, sagte er. Auch in einer E-Mail, die Marlies F. ihm zuvor gesandt habe, habe sie ihn persönlich beschimpft und beleidigt. Mit einem spontanen „Aussetzer“ habe das wohl nichts zu tun. Er werde in der kommenden Woche mit dem Rathausjuristen das weitere Vorgehen besprechen.

Kommentare (6)

Unabhängig vom gegebenen Sachverhalt holt jedem seine Vergangenheit irgendwann wieder ein und dann sollte man dazu stehen und die Konsequenzen ziehen wenn man Charkter hat!!!

Mal abgesehen davon, dass nicht bekannt ist, was in der E-Mail steht, ist das Vorgehen des Herrn Bürgermeisters, sich rechtliche Schritte vorzubehalten, einfach nur peinlich, charakterlos und lächerlich. Wenn das Wort "Versager" nun schon eine Beleidigung sein soll, können wir in Deutschland in puncto Meinungsfreiheit endgültig einpacken. Dem Herrn Bürgermeister sei geraten, sich z. B. einfach mal in den "Sozialen Medien" umzuschauen und zu entdecken, was da selbst von öffentlichen Personen an (tatsächlichen) Beleidigungen etc. abgesondert wird. Seine SPD-"Freunde" z. B., die Krawallbrüder Stegner und Kahrs, ja selbst die derzeitige SPD-Parteivorsitzende Nahles, sind oft öffentliche Hetzer, die Andersdenkende z. T. mit Beleidigungen, Lügen und Verleumdungen überziehen. Wenn der Herr Bürgermeister - wie erwähnt ehemaliger Lehrer und Schulleiter! - menschliche Größe hätte, würde er darüber stehen und sich sagen: "Linkes Ohr rein, rechtes Ohr raus". Aber nein, so kann er sein Ego auf eine ziemlich billige Art und Weise über die Öffentlichkeit befriedigen. Er begibt sich damit auf ein weinerliches Kindergartenniveau. Man kann nur hoffen, dass die "Rathausjuristen" diesen Bürgermeister stoppen und ihm genügend Taschentücher geben.

Wie Sie selbst festgestellt haben, wissen Sie nichts über die Inhalte und Umstände. Aber eine Wertung abgeben können Sie. Haben Sie wohl auch in den sogenannten sozialen Medien gelernt?

Da kann ja wieder Oberstaatanwalt Zeisler ein Fass aufreissen und wieder wegen der "schweren" gesellschaftlich absolut verwerfliche schlimme Straftat namens Beleidigung Ermittlungen aufnehmen, denn Beleidigung verfolgt dieser unerträgliche Oberstaatanwalt ja tausendmal lieber. Als ob es nichts wichtigeres gäbe.... Wenn man die Politiker alle anzeigen würden, wenn sie das Volk beschimpfen und beleidigen. Meine Güte..... Aber sicher wird ein SEK Kommando nach bekannter Polizeistaatmanier nun mit Rambock und einer Hundertschaft die Wohnung der "Täterin" stürmen. Kann sich Oberstaatsanwalt Zeisler ja wieder dran ergötzen und medial sich in Szene setzen, das er wieder Straftäter dingfest gemacht hatte. Der armseelige Staatsanwalt "geilt" sich an solchen Fällen ja gerne auf.

muss man das aushalten! Dafür wird man angemessen vergütet. Oder?

Klar sollte man denken, aber gegenseitiges Anzeigen ist ja bei uns beliebt eine andere Meinung dem Kritiker mittels Missbrauch durch die Staatlichen Organe aufzuzwingen. Denn einige Politiker die keine Argumente mehr haben, zeigen alles und jenes an, dabei lenken diese von ihrem eigenen Versagen und Demokratiedefizit ab..