Unsere Themenseiten

:

Warens Politik schweigt zu Vorwürfen gegen Bürgermeister und Präsident

Stehen medial unter Druck: Stadtpräsident René Drühl (links, im Gespräch mit Stadtjustitiar Marc-Olaf Stibbe) und Bürgermeister Norbert Möller am Mittwochabend in der Stadtvertretung.
Stehen medial unter Druck: Stadtpräsident René Drühl (links, im Gespräch mit Stadtjustitiar Marc-Olaf Stibbe) und Bürgermeister Norbert Möller am Mittwochabend in der Stadtvertretung.
Thomas Türülümow

Abwahl-Anträge, persönliche Erklärungen, Rücktritte - es gab viele Spekulationen, wie die Stadtvertretung auf die Nähe zwischen beruflichen Ämtern und privaten Aktivitäten bei Bürgermeister und Stadtpräsident reagiert.

Vier Stunden und zwei Minuten dauerte die Marathonsitzung. Doch als Stadtpräsident René Drühl um 22.02 Uhr den öffentlichen Teil der Stadtvertretersitzung schloss, schauten sich die zahlreichen Besucher erstaunt an. Da diskutiert eine ganze Stadt die kostenlose Dauerparkkarte des Stadtpräsidenten und seine Weigerung, das Ticket zurückzugeben, da wird in sozialen Netzwerken die private Nutzung des städtischen Busses durch Bürgermeister und Stadtpräsidenten rauf und runter diskutiert - und die gewählten Volksvertreter? Sie schweigen, verlieren kein Wort über die Vorkommnisse.

33 Tagesordnungspunkte werden diskutiert, zig Änderungsanträge zu Angelscheinen und Straßennamen angenommen und abgeschmettert, ellenlange Verwaltungsberichte vor- und abgelesen - doch das Parlament hat keine Meinung zum Gebaren von Stadtpräsident und Bürgermeister. Ungläubiges Kopfschütteln der Besucher - man wendet sich vom Rathaus ab und geht durch die dunkle Stadt nach Hause.

Kommentare (1)

Bürgermeister oder Stadtpräsidenten sind arme Leute. Sie gehen unter Hartz-IV-Satz nach Hause, das Zuhause sind Erdhöhlen und in den Erdhöhlen tobt der soziale Unfrieden wegen zu wenig Einkommen und geringer Bildung. Damit Bürgermeister oder Stadtpräsident ein besseres Leben haben sollten wir eine Spendenaktion starten. Den Ärmsten unter uns sollte unsere Aufmerksamkeit und Hilfe zuteil werden.