BURG PENZLIN

Was der Elch in Vorpommern mit der Burmé 2019 zu tun hat

Köstlich, köstlich, was da so auf der Burg Penzlin zubereitet wurde. Spitzenköche gaben alles – und neugierige Besucher ließen es sich schmecken.
Nadine Schuldt Nadine Schuldt
Einen kulinarischen Rausch kreierten Dennis Kühnappel und Jannis Achtenhagen vom Romantik Hotel in Ludorf mit ihrer Hanf-
Einen kulinarischen Rausch kreierten Dennis Kühnappel und Jannis Achtenhagen vom Romantik Hotel in Ludorf mit ihrer Hanf-Öl-Mayonnaise auf Kürbispürree mit gebratenem Brokkoli-Salat und Hafer-Hanf-Knusperbrösel. Nadine Schuldt
Kathrin Baake vom Malmöer Restaurant „Bloom in de Park” hatte in Anspielung auf den Elch in Vorpommern das Ge
Kathrin Baake vom Malmöer Restaurant „Bloom in de Park” hatte in Anspielung auf den Elch in Vorpommern das Gericht „Elch im Wald” mitgebracht. Nadine Schuldt
Der Elch ist allerdings nicht nur im Wald, sondern auch an der A20 unterwegs.
Der Elch ist allerdings nicht nur im Wald, sondern auch an der A20 unterwegs. Christian Manthey
Annemarie Schebesta (l.), Iris König und Jörg Schebesta genießen die ausgefallenen Kreationen bei der Burm&eac
Annemarie Schebesta (l.), Iris König und Jörg Schebesta genießen die ausgefallenen Kreationen bei der Burmé 2019 – zum Beispiel von Kathrin Baake. Nadine Schuldt
Regionalität wird bei der Burmé groß geschrieben: Peter Wegner hat auf der Burg veranschaulicht, wie Honig v
Regionalität wird bei der Burmé groß geschrieben: Peter Wegner hat auf der Burg veranschaulicht, wie Honig von der Wabe in das Glas kommt. Nadine Schuldt
Holger Gniffke (r.) probierte bei jedem Koch deren kulinarische Leckerei. Wenzel Pankratz vom Forsthaus Strelitz servierte geg
Holger Gniffke (r.) probierte bei jedem Koch deren kulinarische Leckerei. Wenzel Pankratz vom Forsthaus Strelitz servierte gegrillten Aal mit klarem Tomatensaft. Nadine Schuldt
Pierre Nippkow von der Ostseelounge in Dierhagen servierte geflammten Gehlsbach-Saibling mit Staudensellerie-Sud und grün
Pierre Nippkow von der Ostseelounge in Dierhagen servierte geflammten Gehlsbach-Saibling mit Staudensellerie-Sud und grünem Apfelmus. Der Fisch stammt von den Müritzfischern. Nadine Schuldt
Penzlin.

So manch ein Genussfreund konnte am Sonntag in Penzlin in kulinarischen Rausch verfallen. Jedenfalls dann, wenn er die „Burmé-Gourmet auf der Burg“ besuchte. Sieben Sterneköche und 14 virtuose Küchenmeister zauberten auf dem Areal in ihren Pfannen und Töpfen ausgefallene Kreationen, die auf den Tellern der 250 Besucher landeten.

Beispielsweise ließ Dennis Kühnappel vom Romantik-Hotel in Ludorf Hanf auftrumpfen. Sein Gericht vereinte Kürbispürree und gebratenem Brokkolisalat sowie eine Hanf-Öl-Mayonnaise und Hafer-Hanf-Knusperbrösel. „Ich habe vor Kurzem erst eine Bio-Hanf-Farm bei Melz entdeckt“, sagte Kühnappel. Darüber hinaus sei die Pflanze sehr nahrhaft, ergänzte Jannis Achtenhagen vom Romantik-Hotel. Ihm gefalle die Veranstaltung, es seien mal alle Köche an einem Standort, sodass man sich auch austauschen könne. Zudem spielten bei den Rohstoffen Regionalität und Saisonalität eine große Rolle, sagte Achtenhagen weiter.

Noch mehr Köche und regionale Produzenten

Beides traf ebenfalls auf die Gerichte von Sternekoch Pierre Nippkow zu. Der Küchenchef der Ostseelounge in Dierhagen verwendete für eine seiner Kreationen den Gehlsbach-Saibling von den Müritzfischern. „Ich hatte auf der Burmé 2018 einen Vortrag der Müritzfischer gehört, dass der Fisch nach einer japanische Methode geschlachtet wird“, sagt Pierre Nippkow. Die nennt sich Ikejime. Damit hole man das Beste aus dem Fisch raus, sagte Müritzfischer-Prokurist Sebastian Paetsch.

Statt Fisch rückte Sterneköchin Kathrin Baake mit „Elch im Wald“ Wild in den Fokus. „Holger Gniffke hatte die Idee dazu“, sagte Baake, die im schwedischen Malmö das Restaurant „Bloom in the park“ betreibt. Bei diesem Vorschlag habe er auch den Elch in Vorpommern im Kopf gehabt, erklärte Holger Gniffke. Für den Burmé-Chef, der die Aktion gemeinsam mit Ehefrau Julia organisiert, stelle die mittlerweile dritte Auflage einen neuen Höhepunkt dar. So habe man deutlich mehr Köche als noch vor zwei Jahren dabei. „Wir kochen in zwei Durchgängen“, sagte Gniffke. Des Weiteren habe man auch die Gewichtung geändert und regionale Produzenten hochwertiger Erzeugnisse wie das „maluka“-Atelier Porzellan oder Keramik aus Borrentin hinzugeholt.

Bei den Besuchern kam die Genussveranstaltung auf der Penzliner Burg sehr gut an. „Man sieht hier, wie vielfältig Mecklenburg-Vorpommern ist“, brachte es Besucher Jan Fehrmann auf den Punkt.

Stadt. Land. Klassik! - Konzert in Penzlin

zur Homepage