FESTIVAL IN LÄRZ

Was die Betten über die Fusion-Polizei verraten

Eine Polizeisprecherin hat im Tagespiegel auf die Kritik an den Einsatz-Plänen der Polizei für die Fusion 2019 reagiert und hält weiter an der "Fehler-Theorie" fest.
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Offenbar sollen bei der Fusion 2019 mehr als 300 Polizisten zum Einsatz kommen (Archivbild).
Offenbar sollen bei der Fusion 2019 mehr als 300 Polizisten zum Einsatz kommen (Archivbild). Bernd Wüstneck
Lärz.

Die in einem nicht mehr aktuellen Einsatzkonzept des Polizeipräsidiums Neubrandenburg vorgesehenen Wasserwerfer und Panzer für das Fusion-Festival 2019 sind laut Innenminister Lorenz Caffier kein Thema mehr. Aber was ist eigentlich mit den 1000 Polizisten, die am Fusion-Gelände untergebracht werden sollten?

Eine Polizeisprecherin begründete im Tagesspiegel die 1000 in der Region angemieteten Betten für Polizisten damit, dass während der Fusion (26. bis 30. Juni) Urlaubszeit und die Seenplatte eine Tourismusregion sei. Daher habe man langfristig buchen müssen.

2012 seien laut der Sprecherin 120, im Jahr 2018 schon 236 Beamte pro Tag im Einsatz gewesen. Zwar sei noch nicht klar, ob in diesem Jahr tatsächlich alle 1000 Betten gebraucht würden, aber beim Drei-Schicht-Dienst mit mehr als 300 Beamten habe jeder Anspruch auf ein eigenes Bett.

Mehr Polizisten bei der Fusion

Das heißt im Umkehrschluss: Die Zahl der Polizisten soll demnach im Vergleich zum Jahr 2018 noch einmal aufgestockt werden. Ob jeder von ihnen das für ihn bereitstehende Bett auch nutzen wird, ist indes noch unklar.

Dazu passt, dass die Polizeisprecherin im Tagesspiegel verstärkte Verkehrskontrollen sowie eine Krisenintervention und Versorgungstätigkeiten ankündigte – und die neue Wache, um die so lange gestritten wurde, bei der aber nun ein Kompromiss in Aussicht scheint.

Wie schon Caffier, betonte die Sprecherin zudem, dass man einen Fehler begangen habe, indem man nicht schon früher gesagt habe, keine rechtsfreien Räume zuzulassen. Als Argument führte sie die bundesweite Neubewertung für die Sicherheitsvorgaben nach der Loveparade in Duisburg 2010 an. Auch die Versammlungsstättenverordnung von Mecklenburg-Vorpommern sei danach geändert worden.

 

 

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