KRITIK AN BÜRGERMEISTER MÖLLER

Was kostet der Weihnachtszirkus die Warener eigentlich?

Zur Weihnachtszeit möchte der Circus Humberto seine Zelte auf dem Warener Festplatz aufschlagen. Doch hätte die Warener Verwaltung zuerst die Stadtpolitiker fragen müssen?
Erste Plakate werben bereits für den Weihnachtszirkus in Waren. Dass dieser den Festplatz dann kostenlos nutzen dürf
Erste Plakate werben bereits für den Weihnachtszirkus in Waren. Dass dieser den Festplatz dann kostenlos nutzen dürfen soll, wirft bei Stadtvertretern jedoch Fragen auf. ©Picture-Factory - Fotolia.com
Waren.

Die ersten Plakate hängen in Waren schon an den Masten und werben für den Weihnachtszirkus, der vom 18. bis 27. Dezember im Heilbad für Vergnügen sorgen soll. Der Circus Humberto hat mit der Idee bei der Warener Stadtverwaltung offene Türen eingerannt. Wenn die Zusammenarbeit klappe und Einheimische wie Urlauber das Angebot gut annähmen, könnte es der Beginn einer Tradition werden, hieß es von der Verwaltung.

Doch die Vorfreude auf das „Theater des Volkes“ ist seit der Sitzung des Warener Hauptausschusses getrübt. Denn Stadtvertreter Toralf Schnur (FDP) stellte der Verwaltung die unangenehme Frage, wie viel Geld die Stadt dem privaten Zirkus eigentlich schenkt, wenn sie den Festplatz für die Zeit kostenlos zur Verfügung stellt. Beim Müritzfest, wo der Festplatz ebenfalls genutzt wird, würde die Verwaltung eine geldwerte Leistung für die Fläche ausweisen, die sonst als gebührenpflichtiger Parkplatz Geld in die Stadtkasse einspielt.

“Wie hoch ist der Ausfall an Erträgen?“, fragte also Schnur und rechnete vor, dass bei 30 Cent pro Quadratmeter auf einer Fläche von etwa 4000 Quadratmetern pro Tag etwa 1200 Euro zusammenkämen. Bei etwa elf Tagen wären das 13.200 Euro. Damit hätte Bürgermeister Norbert Möller (SPD) deutlich seinen Ermessensspielraum überschritten und nicht die erforderliche Genehmigung des Hauptausschusses eingeholt.

Stadtpolitiker müssen Bürgermeister grünes Licht geben

Ob Schnur Recht hat und Möller seinen Ermessensspielraum tatsächlich nicht eingehalten hat, werde in der Verwaltung intern geprüft, wie Stadtsprecherin Stefanie Schabbel auf Nachfrage des Nordkurier mitteilte.

Sollte Toralf Schnur mit seiner Kritik richtig liegen, müsste sich Möller nachträglich grünes Licht vom Hauptausschuss einholen. Der tagt zu einer Sondersitzung am 13.  November und regulär am 28.  November. Vielleicht zeigen die Mitglieder Verständnis und geben Möller trotz eines möglichen Formfehlers grünes Licht.

Doch was passiert, wenn Möller sich die Zustimmung einholen muss und sie von den Stadtpolitikern nicht bekommt? Nach dem Wirbel um das Müritzfest wäre das die nächste Fest-Panne für die Warener Verwaltung. Die Plakate hängen, die Flyer sind gedruckt – und die Warener Kinder freuen sich sicher schon auf Clowns und Artisten.

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Kommentare (3)

Nun darf sich der Warener Bürger um einen kulturelles Highlight zwischen Kartoffelsalat und Gänsebraten freuen. Aber die FDP [Entfernt. Bitte keine Beleidigungen. Die Red.] wie immer in den Salat. Nur enis vergessen Sie dabei der Platz gehört den Warener und da sollte der OB alleine Entscheiden dürfen als oberster gewählter Warener ob und wie er ihn nutzen möchte. Auch kostenlos. Die FDP will aber nur abkassieren, egal ob beim Zirkus oder beim Bürger. Bei der nächsten Wahl sollte die Warener drüber nachdenken ob diese Partei gut für die Stadt ist, oder lieber nicht in den Grund der Bedeutungslosigkeit gehört.

Genau,wählt AFD!!!

Das Rechte gesocks um Bernd Höcke wählt man gar nicht. Sogar die Bibelteuen Christen sind da eine alternative.