MANGELNDER BRANDSCHUTZ

Wegen fehlenden Hortplätzen wird sogar Schulwechsel erwogen

Insgesamt 16 Eltern fehlt ab im nächsten Schuljahr ihr Hortplatz in der evangelischen Kita Penzlins, weil dafür die Betriebserlaubnis ausgelaufen ist. Nun drängen die Eltern auf eine Lösung.
Susann Salzmann Susann Salzmann
Erst im Sommer gab es ein SPD eingeleitetes Krisen-Treffen zur Hortbetreuung in Penzlin.
Erst im Sommer gab es ein SPD eingeleitetes Krisen-Treffen zur Hortbetreuung in Penzlin. Susann Salzmann
Penzlin.

Vom Ausgang der Stadtvertretersitzung am Dienstagabend in Penzlin sind Eltern wie Melanie Weinrich und Janine Henning enttäuscht. Beide Elternräte der evangelischen Kita „Simon unterm Regenbogen” hatten sich konkretere Aussagen beziehungsweise Hilfsangebote erhofft. Schließlich dränge die Zeit. Die Kinder, die zum Schuljahr 2020/21 eingeschult würden, müssten bis spätestens nächste Woche an den entsprechenden angemeldet werden. 16 Eltern hätten ihren Spross ab kommenden Schuljahr am liebsten weiter in den Hort der evangelischen Kita geschafft. Doch der musste aufgrund mangelnden Brandschutzes eingestellt werden.

Eltern wie Weinrich kommt es bei der bevorstehenden Einschulung auch auf die Hortbetreuung an. Feststeht schon jetzt, dass der kitaeigene Hort der evangelischen Kinderbetreuungseinrichtung auch zum kommenden Schuljahr voraussichtlich keinen Hort anbieten kann. Deshalb erwägt Weinrich, ihren Sohn mangels Hortplatz gleich gar nicht in der Penzliner Grundschule anzumelden. Gespräche mit Warener Schulen und auch der in Möllenhagen liefen.

„Zur Not wird meine Tochter wohl die Schule wechseln müssen”

Janine Henning, die Vorsitzende des Kita-Elternrates bei „Simon unter'm Regenbogen” geht sogar noch weiter. Ihre Tochter besucht bereits die zweite Klasse der Penzliner Grundschule. Dort hat sich das Mädchen eingelebt. Nachmittags wurde sie im kirchengeführten Hort betreut. Der brach nun weg. Eine Alternative – in Penzlin selbst – den Hort zu besuchen, scheint sich derzeit nicht anzubieten. Daher erwägt die junge Mutter eine recht drastisch scheinende Lösung. „Sollte sich wirklich zeitnah in ein, zwei Wochen, keine Lösung finden, wird meine Tochter wohl die Schule wechseln müssen”, erzählt die Penzlinerin, die in Neubrandenburg arbeitet und dort auch eine Schule mit Hortbetreuung sucht. So wie ihr geht es auch anderen. Daher „sehe ich den Penzliner Schulstandort als sehr gefährdet”.

 

 

Nun werden Räume für eine zeitweise Lösung gesucht

Hartmuth Reincke vom Träger der evangelischen Kita bekräftigte während der Stadtvertretung noch einmal die Bereitschaft, wieder eine Hortbetreuung in der Einrichtung zu installieren. Doch die finanziellen Mittel für einen zweiten Rettungsweg von rund 80 000 Euro könne man nicht aufbringen. Dazu kommt die Nachricht, dass sich der Bau der Kita von Steffen Burr (CDU) vielleicht nicht bis zum nächsten Schuljahr fertig sein wird. Doch die Kita werde definitiv nicht bis zum August/September 2020. Aber, betonte Burr, der nicht nur den Markt zur Kita umbauen möchte, sondern ebenfalls im Stadtrat sitzt, man arbeite an einer Übergangslösung. Denn Burr plant im alten Netto eine Kinderbetreuungseinrichtung mit insgesamt 62 Plätzen – darunter befinden sich zwölf Hortplätze. Da das Objekt nicht bis zum nächsten Schuljahresbeginn fertig wird, man für die hortplatzsuchenden Eltern dennoch eine Lösung suche, würden nun Räumlichkeiten gesucht, die sich für einen zeitweise Hortbetrieb eignen.

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