FUSION FESTIVAL

Wie der Polizeipräsident mit dem Hubschrauber das Festivalgelände erkundete

Persönlich war der Neubrandenburger Polizeipräsident Nils Hoffmann-Ritterbusch noch nie auf der Fusion. Immerhin kennt er das Gelände bereits aus der Luft.
Persönlich war Polizeipräsident Nils-Hoffmann-Ritterbusch noch nie auf der Fusion. Er hat das Gelände aber schon einmal aus der Luft gesehen.
Persönlich war Polizeipräsident Nils-Hoffmann-Ritterbusch noch nie auf der Fusion. Er hat das Gelände aber schon einmal aus der Luft gesehen. Simon Voigt/NK-Grafik
Lärz.

Um in der Fusion-Debatte den Überblick zu behalten, ist der Neubrandenburger Polizeipräsident Nils Hoffmann-Ritterbusch bereits mit einem Polizeihubschrauber über das Festivalgelände in Lärz geflogen. Dies bestätigte eine Sprecherin des Präsidiums auf Nordkurier-Anfrage. Der Rundflug fand in diesem Jahr statt, sei aber kein Aufklärungsflug gewesen. „Er wollte sich in diesem Verfahren umfassend informieren.” Dies sei auch sein gutes Recht, betonte die Sprecherin.

Das Thema kam bei einer Pressekonferenz des veranstaltenden Vereins „Kulturkosmos” am Mittwoch in Berlin auf. Dort berichtete ein Teilnehmer, dass er aus sicherer Quelle von diesem Erkundungsflug wisse. Ein Fakt, der für Belustigung sorgte. „Er hätte uns auch anrufen können. Wir hätten jederzeit einen Termin auf dem Gelände machen können und ihm alles gezeigt”, sagte Martin Eulenhaupt, Gründungsmitglied des Kulturkosmos-Vereins, der das Festival organisiert. Eulenhaupt hatte dort offenbar zum ersten Mal von diesem Rundflug gehört.

Polizeipräsident kennt das Festival nur von YouTube

Zuvor hatten die Polizei und Ordnungsbehörden am Dienstag eine Pressekonferenz in Neubrandenburg gegeben. Dort wurde deutlich, dass der abgehobene Polizeipräsident Hoffmann-Ritterbusch zwar ein Kritiker des bestehenden Sicherheitskonzeptes des Festivals ist, selbst aber noch nie dort gewesen war. Bislang habe er nur Karten des Geländes studiert und sei außerhalb des Festivals einmal dort gewesen, erklärte er. Ob damit nun genau dieser eine Rundflug gemeint war, konnte die Sprecherin am Mittwochabend nicht in Erfahrung bringen.

Als klar wurde, wir ernst dieser Streit wird, habe er sich zusätzlich „ein Video nach dem anderen” auf YouTube angesehen, hatte Hoffmann-Ritterbusch am Dienstag weiter erklärt. Er sei vom Festival und den Künstlern rundum fasziniert gewesen. „Schon deswegen kam ich ja garnicht auf die Idee, da ungebeten zu sein.” Zudem habe er, um das Festival besser kennenzulernen, auch das Fusion-Forum ausgiebig studiert und den Newsletter abonniert.

Er betonte: „Niemand von uns hat etwas 'gegen die Fusion an sich', und gegen Kunst und Kultur und Perfomance und was da für tolle Dinger laufen.” Das würde er nicht in einen Topf werfen wollen.

Die Fusion-Veranstalter hatten am Mittwoch mehrfach deutlich gemacht, dass sie den Eindruck haben, dass die Polizei bislang nur wenig von den tatsächlichen Abläufen auf dem Festivalgelände versteht.

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Kommentare (1)

schöner Artikel, unterhaltsam geschrieben