RETTUNGSTECHNIK

Wie eine Drohne auf der Müritz Leben retten kann

Im Notfall kann die rettende Boje in der Seenplatte auch mal vom Himmel gefallen kommen. Damit dabei alles klappt, gab es jetzt auf der Müritz eine besondere Trainingseinheit.
Im Wasser, auf dem Wasser und in der Luft: Diese Rettungsübung auf der Müritz war eine spannende Premiere.
Im Wasser, auf dem Wasser und in der Luft: Diese Rettungsübung auf der Müritz war eine spannende Premiere. Stephan Radtke
Waren.

Das Training der Müritzer Wasserwacht lockte kürzlich mit einer ganz besonderen Aktion 30 künftige Rettungsschwimmer und bereits gestandene Retter zum Warener Volksbad. Neben der Erwärmung und dem Schwimmtraining standen auch Möglichkeiten der Rettung auf dem Ausbildungsplan. Aus diesem Grund steuerte das Rettungsboot „Sturmvogel 1“ das Volksbad an.

Während sich die Juniorretter und Rettungsschwimmer mit lockeren 1000 Metern dem Einschwimmen widmeten, machte Georg Kreusel von der Röbeler Wasserwacht die Rettungsdrohne startklar. Ausgestattet mit einer beweglichen Kamera und einer abwerfbaren Rettungsboje ergänzt die Drohne Such- und Rettungseinsätze auf der Müritz und den Gewässern der Mecklenburgischen Seenplatte.

Mobiler Monitor zeigt um Hilfe rufende Kinder

Um das Zusammenspiel und die Möglichkeiten der Rettungsdrohne zu testen, wurde kürzlich eine Rettungsübung organisiert. Das Szenario: „Zwei Kinder bekamen beim Schwimmen plötzlich Schwierigkeiten und drohten zu ertrinken.“ Zwei Rettungsschwimmer wurden vom Badesteg zum Einsatz gebracht und das Rettungsboot „Sturmvogel 1“ rückte zur vermeintlichen Unfallstelle aus. Zu diesem Zeitpunkt startete auch Georg Kreusel die Propeller der Rettungsdrohne. Binnen weniger Sekunden schwebte der fliegende Retter über dem Warener Volksbad, überflog die Rettungsschwimmer und stand schließlich über den um Hilfe rufenden Kindern. Gut sichtbar auf dem mobilen Monitor konnten die beiden Jungs im Wasser erkannt werden.

Per Knopfdruck wurde von der Drohne die Rettungsboje „Restube“ abgeworfen, die sich im Wasser automatisch entfaltete und mit Luft füllte. „So können sich ansprechbare Personen gut über Wasser halten, bis die Rettungsschwimmer oder ein Boot den Unfallort erreicht“, so Georg Kreusel. „Auch für Suchen auf dem Wasser oder im ufernahen Bereich können die Rettungsdrohnen eingesetzt werden“, so der Rettungsschwimmer und Drohnenpilot aus Röbel.

Drohne kann im ganzen Landkreis eingesetzt werden

Für die kommende Saison sind weitere gemeinsame Einsatzübungen der beiden Wasserwachten aus Röbel und Waren geplant. Die Drohne selber, von der der DRK-Kreisverband Mecklenburgische Seenplatte eine zweite und baugleiche in Neustrelitz stationiert hat, kann im gesamten Landkreis zum Einsatz kommen.

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