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Müllabfuhr

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Wie klappt die Mülltrennung in Waren?

Remondis entleert die Gelben Tonnen auf dem Warener Papenberg. Hier und da finden sich im Plastikmüll, der eigentlich nur für Verpackungen gedacht ist, auch Kartonagen, Lebensmittel, Flaschen, gammelige Lebensmittel oder Kleidungsstücke.  Fotos (4): S. Salzmann
Remondis entleert die Gelben Tonnen auf dem Warener Papenberg. Hier und da finden sich im Plastikmüll, der eigentlich nur für Verpackungen gedacht ist, auch Kartonagen, Lebensmittel, Flaschen, gammelige Lebensmittel oder Kleidungsstücke. Fotos (4): S. Salzmann
Susann Salzmann

Die Müllfahrer von Remondis bekommen einiges zu sehen. Bei einer Tour mit dem Entsorgungsunternehmen durch die Müritzstadt bietet sich ein Einblick in die Arbeit „gewiefter Müllstrategen“.

Morgens halb acht in der Warener Rosa-Luxemburg-Straße: Die Sonne erhebt sich über dem Stadtviertel Papenberg. Mitten im Geschehen ein Entsorgungsfahrzeug der Remondis Seenplatte Logistik GmbH. Das Fahrzeug dreht an dem Montagmorgen seine Runden durch Waren, um die Gelben Tonnen zu leeren.

Grundsätzlich, sagt der zuständige Remondis-Niederlassungsleiter Tilo Rosenkranz, leisten die Bürger eine gute Abfalltrennung. Ausnahmen bestätigen jedoch die Regel. Je anonymer die Behälter zugänglicher sind, desto schlechter funktioniert die Mülltrennung. Rosenkranz: „Abfallbehälter in stark besiedelten Wohngebieten wie dem Papenberg oder Waren West sowie öffentliche und touristische Bereiche wie Campingplätze weisen häufiger Probleme auf“.

Ärgerliche Einzelerscheinungen

Eine Tonne wird geleert. Es klirrt. Widrigerweise wurden zwischen Verpackungsmüll Glasflaschen entsorgt. Hier und da scheinen regelrechte Müllstrategen am Werk zu sein: Oben sehen undurchsichtige Taschen und Säcke vorbildlich befüllt mit Verpackungsmaterialien aus; darunter kommen in den Gelben Tonnen Essensreste, Glasflaschen, Bauabfälle, Kartonage oder sogar ein Rucksack zum Vorschein.

Es sind ärgerliche Einzelerscheinungen bei der Fahrt durch das Stadtviertel. Für den seit 19 Jahren tätigen Entsorgungsfahrer allerdings kein ungewöhnliches Bild. Nach dem Entleeren bleibt sogar ein Strampler an der Unterseite der Gelben Tonne kleben. War der Weg zum Altkleidercontainer zu weit? Für manche scheinen sogar zwei Schritte bis zur Restmülltonne zu weit zu sein, um dort Eierschalen und Co. zu entsorgen. Auch benutzte Windeln seien bereits in Gelben Tonnen gefunden worden.

Remondis entsorgt im Kreis für etwa 135 000 Haushalte. Ein Abzug von Behältern war bisher nicht notwendig, so Rosenkranz. Bisher habe der Dialog immer noch Abhilfe geschaffen.