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Wie starb Sarah H.? Der Tatverdächtige schweigt

Was passierte in der ehemaligen Gaststätte Rethra in Alt Rehse? Kriminaltechniker untersuchten den Tatort und das Umfeld.
Was passierte in der ehemaligen Gaststätte Rethra in Alt Rehse? Kriminaltechniker untersuchten den Tatort und das Umfeld.
Felix Gadewolz

Gut zwei Wochen nach dem Fund einer Frauenleiche in Alt Rehse ist sowohl der Todeszeitpunkt als auch die Todesursache noch unbekannt. Und das könnte wohl auch noch längere Zeit so bleiben, heißt es von der Staatsanwaltschaft.

"Wir hoffen noch darauf, dass weitere feingewebliche Analysen Erkenntnisse zu Todesursache und -zeitpunkt bringen", sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft. Die Untersuchungen aber würden noch einige Zeit in Anspruch nehmen. Parallel zur Aufklärung der noch offenen rechtsmedizinischen Fragen hat die Staatsanwaltschaft am Montag den Keller des Hauses in Alt Rehse durchsucht, in dem die Leiche am 9. August gefunden worden war. Seinerzeit hatte der Keller unter Wasser gestanden hatte.

Polizisten hatten vor 15 Tagen bei einem Einsatz wegen Ruhestörung im Gebäude  der ehemaligen Gaststätte Rethra eine stark verweste Leiche gefunden. Der 51-jährige Hausbesitzer war unmittelbar nach dem Fund der Leiche wegen Verdachts der Körperverletzung mit Todesfolge in Untersuchungshaft genommen worden. Die Identität der Toten war zunächst unklar. Rechtsmediziner fanden aber heraus, dass es sich um die 32-jährige Sarah H. handelte. Sie stammte aus Rheinland-Pfalz und soll zeitweise bei dem Mann gelebt haben. Anwohner in Alt Rehse hatten die unter gesetzlicher Betreuung stehende Frau seit Wochen vermisst.

Der verdächtige Hausbesitzer schweigt weiter zu den Vorwürfen. Das habe laut Staatsanwaltschaft der Anwalt des 51-Jährigen mitgeteilt. Der Anwalt wolle vor einer möglichen Vernehmung Einsicht in die Akten haben und habe eine Haftprüfung für seinen Mandanten bei Gericht beantragt. Dies sei in Haftsachen aber üblich.

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