NOSSENTINER HEIDE

Zwei Wölfe tappen in Kamera-Falle

In der Nossentiner Heide hat eine Wildkamera ein seltenes Foto von zwei Wölfen geschossen. Außerdem wurde ein Wolf im Wisentreservat auf dem Damerower Werder gesichtet.
Petra Konermann Petra Konermann
Diese seltene Aufnahmen von gleich zwei Wölfen wurde von einer Wildkamera gemacht, die in einem Waldgebiet zwischen Nossentiner Hütte und Drewitz installiert ist. Foto: Forstamt
Diese seltene Aufnahmen von gleich zwei Wölfen wurde von einer Wildkamera gemacht, die in einem Waldgebiet zwischen Nossentiner Hütte und Drewitz installiert ist. Foto: Forstamt Forstamt
Fred Zentner ist Wolfsbeauftragter im Forstamt Nossentiner Heide. Foto: Petra Konermann/Archiv
Fred Zentner ist Wolfsbeauftragter im Forstamt Nossentiner Heide. Foto: Petra Konermann/Archiv
Damerow.

Das Wolfsrudel, das seit einiger Zeit in der Nossentiner Heide lebt, hat offenbar inzwischen fünf Mitglieder, und eines von ihnen wurde jetzt sogar im Wisentreservat auf dem Damerower Werder gesichtet. Bei Fred Zentner, Förster im Revier Jabel und seit knapp drei Jahren Wolfsbeauftragter des Forstamtes Nossentiner Heide, laufen die Daten zu diesem Wolfsrudel zusammen.

Wichtigste Grundlage für diese Datensammlung ist das Monitoring, das rund um das Rudel aus der Heide aufgebaut wurde. Dazu gehört ein Netz von Beobachtern, wie Jäger oder auch Waldspaziergänger, die ihre Wolfsbeobachtungen melden, aber auch die inzwischen fünf Wildkameras, die in Wäldern der Nossentiner Heide installiert wurden.

 

 

 

Foto erst wenige Tage alt

Mit einer, die im Waldgebiet zwischen Nossentiner Hütte und Drewitz hängt, gelang nun eine seltene Aufnahme: Gleich zwei Wölfe wurden von dem Gerät eingefangen. "Meist fotografieren die Kameras die Wölfe nacheinander, wenn sie umherstreifen. Aber dieses Mal waren gleich zwei von ihnen drauf", freute sich Fred Zentner über den Schnappschuss, der erst anderthalb Wochen her ist.

Ob es sich bei der Aufnahme nun um die Jungtiere aus dem vergangene Jahr oder um die Elterntiere handelt, das kann man jedoch nicht sagen. "Wölfe sind nach gut einem dreiviertel Jahr ausgewachsen und dann kaum mehr von älteren Tieren zu unterscheiden", erklärte Fred Zentner.

Keine Gefahr für Wisente

Dass ein Wolf von zwei Mitarbeitern des Wisentreservates nun auch nahe der geschützten Wisentherden beobachtet wurden, das hat ihn selbst überrascht. "Ich denke, dass für die Wisentkälber keine Gefahr besteht. Die Wildrinder sind keine Fluchttiere und zudem wehrhaft. Die Herde schützt gemeinsam den Nachwuchs", weiß Zentner. Er geht davon aus, dass der Wolf, der im Wisentreservat gesichtet wurde, wohl nur die Gegend erkunden wollte.

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Kommentare (3)

Die Wölfe suchen das liebe Rotkäppchen oderr die nächste Schafherde, wetten dass? Folgerichtiger Abschuß oder einfangen und in der Taiga aussetzen sind die Lösungen.

Dann soll mal Herr Backhaus, nachts im Wald auf Pirsch gehen, sein lieben Wölfe, sind harmlos

Der Wolf, wollte, zur Großmutter Wein trinken