MÜLL

Wird das Heilbad Waren zur Schmuddelstadt?

Waren verdreckt. Das meinen einige Bürger und auch Stadtpolitiker. In der Verwaltung hingegen heißt es, dass auf hohem Niveau gejammert wird. Das konnte Stadtvertreter Olaf Gaulke nicht auf sich sitzen lassen und zog umgehend mit dem Müllsack los.
Ingmar Nehls Ingmar Nehls
Olaf Gaulke sammelt die Beweisstücke und hat schnell die Säcke voll mit Müll.
Olaf Gaulke sammelt die Beweisstücke und hat schnell die Säcke voll mit Müll. Olaf Gaulke
Olaf Gaulke sammelt die Beweisstücke und hat schnell die Säcke voll mit Müll.
Olaf Gaulke sammelt die Beweisstücke und hat schnell die Säcke voll mit Müll. Olaf Gaulke
Nicht nur Laub sondern auch viel Müll liegt auf Wegen und an Hecken.
Nicht nur Laub sondern auch viel Müll liegt auf Wegen und an Hecken. Olaf Gaulke
Wer genau hinsieht, findet auch Schmutz.
Wer genau hinsieht, findet auch Schmutz. Olaf Gaulke
Waren.

Stadtvertreter Olaf Gaulke (MUG) ist jemand, der nah dran ist an den Warener Bürgern und auch anpackt. Bei der jüngsten Stadtvertretersitzung sprach der Veranstaltungsmanager ein Thema an, das ihn selbst beschäftigt und das auch viele Einwohner des Heilbads an ihn herangetragen hätten. Waren wird immer schmuddeliger, so zumindest der Eindruck einiger Bürger. „Vielleicht wäre es sinnvoller, eine zusätzliche Kraft im Stadtbauhof einzustellen, die den ganzen Tag Müll einsammelt, statt über einen Klimamanager zu diskutieren“, sagte Olaf Gaulke.

Müllsammelaktion durchgeführt

Für Bauamtsleiter Ingo Dann sei Gaulkes Anklage eher „Jammern auf hohem Niveau“. Eine Aussage, die den Streit in der Stadtvertretersitzung eher hochkochen ließ, statt ihn zu beenden. „Das lasse ich so nicht stehen Herr Dann. Gehen Sie mal zu Fuß durch Waren“, sagte Gaulke.

Erst im März hatte der Stadtpolitiker mit Schülern des CJD eine Müllsammelaktion gestartet und so schnell einen Hänger voll mit Unrat zusammen gehabt. Christian Holz von der CDU bestätigte Gaulkes Kritik. Nach seiner Wahrnehmung hätte die Zahl der Mülleimer in den vergangenen Jahren abgenommen, auf jeden Fall seien es aber nicht mehr geworden. Und die verbliebenen seien oft übervoll wie er regelmäßig beim Friedhof am Stüde beobachte.

Bürger in die Pflicht nehmen

Auch Bürgermeister Norbert Möller habe dies bemerkt. Seine Vermutung ist, dass am Friedhof nicht nur Papier von Spaziergängern in den Behältern lande sondern vor allem auch die Gartenbesitzer dort ihren Abfall reinschütten würden. Für mehr Sauberkeit in der Stadt müsse man bereit sein, mehr Personal einzustellen, sagte Möller.

Die SPD-Fraktionschefin Christine Bülow hingegen hält nichts davon, mit mehr Personal auf das Müllproblem zu antworten. Stattdessen müsse man an die Bürger appellieren und sie in die Pflicht nehmen. „Man muss doch nur mal am Samstag oder Sonntag schauen, wenn unsere kleinen Umweltakteure bei McDonald’s ihren Müll wegschmeißen“, sagte die Rentnerin.

Zwei Säcke voller Beweise

Olaf Gaulke ist am nächsten Morgen losgezogen und hat in der Nähe des Altstadtcenters, einen der schlimmsten Orte im Heilbad, schnell zwei Säcke mit Beweisstücken gesammelt. Der Stadtvertreter würde sich sehr wünschen, dass jeder vor seiner eigenen Haustür anfängt und sieht dabei auch Unternehmen in der Pflicht, etwas zu tun.

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