PLÄNE FÜR DAS MÜRITZ-UFER

Wird die Röbeler Müritzpromenade künftig in Teilen autofrei?

An der Röbeler Müritzpromenade flanieren Bürger gerne. Jetzt gibt es Pläne, sie bei Radlern noch beliebter zu machen – und Autos teilweise zu verbannen.
Nach den Plänen der Landschaftsarchitekten soll dieser Abschnitt der Röbeler Müritzpromenade autofrei werden.
Nach den Plänen der Landschaftsarchitekten soll dieser Abschnitt der Röbeler Müritzpromenade autofrei werden.
Landschaftsarchitekt Axel Bernhard stellte eine erste Planung zur Gestaltung Seebadstraße-Müritzpromenade vor.
Landschaftsarchitekt Axel Bernhard stellte eine erste Planung zur Gestaltung Seebadstraße-Müritzpromenade vor. Nadine Schuldt
Dieser erste Entwurf zeigt, wie der Verkehr künftig entzehrt werden könnte.
Dieser erste Entwurf zeigt, wie der Verkehr künftig entzehrt werden könnte. Nadine Schuldt
Röbel.

An der Röbeler Müritzpromenade könnte es künftig noch entspannter zugehen: Einwohner oder auch Urlauber radeln mit ihren Drahteseln vom Kreisverkehr kommend in Richtung Marienfelde oder zum Seglerhafen. Spaziergänger vertreten sich an dem idyllischen Plätzchen die Beine. In der warmen Jahreszeit liegen hier und dort einige Pärchen zwischen Bäumen auf der großen Grünfläche und genießen den Blick auf die Müritz. Autos fahren auf diesem Abschnitt bis etwa zum Abzweig Seebadstraße nicht entlang. Eine schöne Vorstellung, die wahr werden könnte, wenn man den Plänen von Landschaftsarchitekt Axel Bernhard etwas Raum lässt.

Er präsentierte am Mittwochabend im Stadtentwicklungsausschuss erste Pläne zur Gestaltung der Seebadstraße-Müritzpromenade. Das interessierte die Röbeler: Der Rathaussaal platzte aus allen Nähten, weil sich rund 60 Bürger seine Ausführungen nicht entgehen lassen wollten.

Autoverkehr soll über Erschließungsstraße laufen

„Die Stadt ist im Dezember 2019 auf uns zugekommen und daraufhin haben wir erst das Konzept erstellt“, stellte Bernhard, der beim Neubrandenburger Büro A&S arbeitet, voran. Es sei eine erste Diskussionsgrundlage, keine abschließende Planung. Der Landschaftsarchitekt gliederte den kompletten Abschnitt vom Kreisverkehr Warener Chaussee bis zum Seglerhafen in drei Bereiche. Um eine Beruhigung in diesem Bereich zu erzielen, müsse man die verschiedenen Verkehrsarten „sortieren“. Soll heißen: Der Autoverkehr wird aus dem ersten Bereich, der vom Kreisverkehr Warener Chaussee über Seebadstraße bis etwa zur beginnenden Wohnbebauung in der Müritzpromenade verläuft, verbannt.

„Wir wollen die Trasse von der Versiegelung befreien und dort einen Geh- und Radweg einrichten“, sagte Bernhard. Der Autoverkehr solle dann über die angedachte Erschließungsstraße laufen, die im Zuge des künftigen Wohngebietes Kirchenholz IV gebaut werden soll. Von dort würde der Verkehr dann über die neue Anliegerstraße neben dem Mewa-Gelände rollen und dann auf die Müritzpromenade einmünden. Von diesem Punkt rollt der Verkehr weiter zum Seglerhafen. Auch in diesem dritten Abschnitt will der Landschaftsarchitekt die „Verkehrsstrategie“ beibehalten, also Straße sowie Rad- und Gehweg so ordnen, dass weniger Fläche als derzeit verbraucht wird. Und: „Wir wollen den Grünanteil erhöhen und den Aufenthalt qualitativ verbessern.“

Bürger haben noch viele Fragen

Bei den Abgeordneten sowie den Bürgern, denen ein Fragerecht eingeräumt wurde, kamen die Pläne unterschiedlich an. So meinte Hans-Dieter Richter, der als Stadtpräsident bei der Sitzung dabei war, dass ihm diese Präsentation nicht viel Neues, was von Vorteil sein könnte, gebracht hätte. „Ich stelle auch nicht die Frage, warum doppelte Geh- oder Radwege gebaut werden oder wo die Busse halten sollen“, sagte Richter. Er bitte darum, die Ideen mit nach Hause zu nehmen und dann die Sache im Ausschuss zu diskutieren.

Einige Bürger, wie Angela Jurgait, Heiner Müller oder Bernd Jeschek hatten dann doch noch einige Fragen. So wollten sie wissen, ob man sich Gedanken über den Verkehr und die Größe der Boote gemacht hat, die dann über die Anliegerstraße in Richtung Seglerhafen rollen. Rainer Sommerfeld stellte zudem die Frage, wie man die Mobilität aller Anwohner sicherstellen könnte.

Antworten auf diese Fragen gab es an dem Abend nicht. „Jeder Abgeordnete soll die Fragen aufnehmen und gucken, inwieweit sie in die künftige Diskussion mit einfließen“, sagte Ausschussvorsitzender Stefan Müller abschließend.

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