STANDORTFRAGE WEITER UNGEKLÄRT

Wohin mit dem Jugendzentrum?

Naturschutz, Anwohner, Baugrund: Einen Standort für das neue Jugendzentrum in Waren zu finden, gestaltet sich schwieriger als gedacht. Dabei gibt es bei den Entwürfen noch ganz andere Probleme.
Waren ·

Ein Standort für das neue Jugendzentrum ist bisher noch nicht gefunden. Jetzt tauchen neue Varianten auf, an welcher Stelle die Millionenspende von Jost Reinhold verbaut werden könnte. Inzwischen ist klar: Die bisherigen Vorschläge haben alle ihre Haken. Der Caravanparkplatz hinter der Verwaltung soll eigentlich zum Parkplatz für das Müritzeum werden. Gleichzeitig dürfte sich das Veranstaltungszentrum kaum mit dem Wohngebiet der Warener Wohnungsgenossenschaft auf der anderen Straßenseite vertragen. Dort wird bereits an einer Erweiterung geplant.

Hoch gehandelt war auch die Grünfläche vor der Herrenseebrücke. Doch dort sei der Baugrund extrem schwierig, so das Bauamt. Dass aus dem Standort an der Röbeler Chaussee oberhalb des Volksbades nichts wird, kursierte schon länger. Ein Bau wäre wohl nicht vereinbar mit dem dort geltenden Naturschutz.

Jetzt könnte stattdessen der unbefestigte Parkplatz zwischen Verwaltung und Bahnhof als Bauplatz herhalten. „Die Fläche ist groß genug, zentral gelegen und ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln optimal erreichbar“, preist Amtsleiter Dietmar Henkel diesen Vorschlag. Nicht zu vergessen: Sie gehört der Stadt. Auch sei der Standort Papenberg nicht vom Tisch.

Die Gremien der Stadt sollen sich in den nächsten Wochen eine Meinung bilden, damit die Stadtvertretung ihr Urteil fällen kann. Klar ist damit aber: Einen schnellen Baustart wird es wohl nicht geben.

Eine weitere Hürde erwartet die Planer beim Brandschutz. Der Entwurf des Architekten Christian Klein ist in der Größe für rund 500 Gäste ausgelegt. Dass gilt allerdings nur für die Fläche des Gebäudes. „Wenn darin tatsächlich große Disko-Veranstaltungen stattfinden sollen, muss die Planung geändert werden“, so Henkel. Die Vorschriften zum Brandschutz würden nach jetzigem Stand maximal 200 Gäste erlauben. Für einen professionellen Veranstalter, wäre das wohl nicht attraktiv genug, schätzt Henkel. Dann müsste das Zentrum doch aus öffentlichen Geldern betrieben und bezuschusst werden.

 

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