LUNGENFACHKLINIK AMSEE

Zahl der Patienten mit Raucherhusten steigt

Offiziell heißt die Krankheit COPD und betrifft vor allem langjährige Raucher. Die Klinik Amsee verzeichnet wachsende Zahlen.
Andreas Segeth Andreas Segeth
Hauptursache der Lungenkrankheit COPD ist jahrelanges Rauchen.
Hauptursache der Lungenkrankheit COPD ist jahrelanges Rauchen. Franziska Gabbert
Die 1922 als Lungenheilstätte in Waren gegründete hochspezialisierte Lungenfachklinik Amsee behandelt jährlich
Die 1922 als Lungenheilstätte in Waren gegründete hochspezialisierte Lungenfachklinik Amsee behandelt jährlich rund 2600 Patienten stationär. Ritva Marx
Waren.

Die Zahl der Patienten, die in der Warener Klinik Amsee an der Krankheit COPD behandelt werden, steigt beständig an. Die Abkürzung steht für „Chronic Obstructive Pulmonary Disease“ und ist landläufig als Raucherhusten bekannt. In Deutschland gilt COPD als sechsthäufigste Todesursache, allein 2017 starben bundesweit rund 32.000 Menschen daran. Studien lassen sogar vermuten, dass COPD bis ins Jahr 2030 die dritthäufigste Todesursache weltweit sein wird, so Klinik-Sprecherin Nadine Nowak.

In der Lungenfachklinik Amsee sind im Jahr 2016 459 COPD-Erkrankungen behandelt worden. 2017 waren es schon 556, 2018 stieg die Zahl auf 626. Im Jahr 2019 sind zwischen Januar und Oktober 602 Fälle behandelt worden. Darauf macht die Klinik anlässlich des Welt-COPD-Tages aufmerksam, der am 20. November begangen wurde.

Krankheit gilt als chronisch und unheilbar

Als häufigster Auslöser der COPD gilt Zigarettenrauchen, meist über mehrere Jahre. Aufgrund von Entzündungen im Bereich der Bronchien und einer Zerstörung des Lungengewebes kommt es dabei zu einer Verengung der Atemwege. Betroffene Patienten bemerken die Erkrankung häufig durch einen chronischen, oftmals produktiven Husten, verbunden mit Luftnot und einer geringen körperlichen Belastbarkeit, erklärt Nadine Nowak. COPD verkürzt die Lebenserwartung durchschnittlich um etwa fünf bis sieben Jahre. Die Krankheit gilt als chronisch und bislang unheilbar.

Allerdings könne man den Verlauf der Krankheit positiv beeinflussen. Erste Maßnahme wäre natürlich die sofortige Nikotinabstinenz. Aber auch Atemtherapien, medizinische Inhalationen, eine spezielle Lungensporttherapie, Impfungen und anderes mehr zählt dazu. Bei Verdacht auf COPD ermitteln der Klinik durch eine Lungenfunktionsprüfung, wie viel Luft ein Patient in einer Sekunde ausatmet und wie hoch das vorhandene Lungenvolumen ist.

Wenn sich die Beschwerden nicht mehr anders lindern lassen, sei unter bestimmten Bedingungen eine Operation oder ein kleinerer Eingriff an der Lunge möglich. Chirurgische Eingriffe führt die Klinik Amsee in Kooperation mit dem Müritz-Klinikum und der dortigen thoraxchirurgischen Abteilung durch.

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