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1860 hofft auf «positive Wende»: Bierofka beerbt Möhlmann

1860 hofft auf «positive Wende»: Bierofka beerbt Möhlmann
1860 hofft auf «positive Wende»: Bierofka beerbt Möhlmann
Peter Endig

Nach der Trennung von Benno Möhlmann soll nun Ur-«Löwe» Daniel Bierofka den extrem verunsicherten TSV 1860 München vor dem Sturz aus der 2. Fußball-Bundesliga bewahren.

Vier Spiele vor Saisonende beurlaubte der abstiegsbedrohte Traditionsverein den erfolglosen Trainerroutinier und beförderte den bisherigen U21-Coach zum neuen Chef. «Der Negativtrend der letzten Wochen hat uns zu diesem Entschluss gebracht. Letztendlich fehlte uns der Glaube daran, den Klassenerhalt in dieser Konstellation zu schaffen», erklärte Sportdirektor Oliver Kreuzer angesichts von nur einem mickrigen Punkt aus den vergangenen fünf Spielen. Möhlmann hatte den Krisenverein erst vor 196 Tagen von Torsten Fröhling übernommen, in 19 Zweitligaspielen holte er aber nur fünf Siege.

Bierofka besitzt noch keine Fußballlehrerlizenz. Der 37-Jährige wird daher mit einer Genehmigung der Deutschen Fußball Liga (DFL) an der Seitenlinie von Torwartcoach Kurt Kowarz unterstützt. Der große Hoffnungsträger beim Tabellenvorletzten ist aber ihr langjähriger Spieler Bierofka.

«Daniel wird sich mit aller Kraft, seinem unbedingten Willen und seinem Löwenherz dafür einsetzen, unser Ziel zu erreichen», begründete Kreuzer die Entscheidung zum Trainerwechsel. «Wir sind davon überzeugt, dass so die notwendige positive Wende klappt.» Bierofka wird um 15.00 Uhr sein erstes Training mit dem Profiteam leiten. Seine erste Prüfung als Cheftrainer wartet auf ihn am Sonntag (13.30 Uhr/Sky) im Heimspiel gegen Eintracht Braunschweig.